Fr
26
Dez
2008
Die O2 Surfstation
Nach all den vielen Querelen mit Vodafone und dem von The Phone House zur Verfügung gestellten Modem, das mehr Probleme als eine stabile Internetverbindung zu Stande bringt, und aufgrund der Tatsache, das The Phone House nicht mit sich reden lässt, bzw. den Schwarzen Peter immer an Vodafone und umgekehrt schickt, habe ich im neuesten Prospekt meines Handy-Providers O2 die Surfstation entdeckt. Erst skeptisch, aufgrund der Tatsache, das sie -- wie das Modem von Vodafone -- von Huawei stammt, aber der Preis ist ziemlich gut. Ohne Vertrag kostet sie 170 Euronen, viel Geld für einen WLAN-Router, aber bislang gibt es nur von Nova Media einen ähnlichen Router, der aber gleich auf 340 EUR kommt.
Bevor ich mir also die nächsten 1,5 Jahre mit diesem Modem die Nerven endgültig verliere, habe ich also zugeschlagen. Keinen Euro zuviel, würde ich mal sagen.
Die Surfstation kommt gleichzeitig mit dem Surfstick, der ebenfalls ein Modem von Huawei ist. Der Stick ist aber schon um Klassen besser als das Modem, es lässt sich sogar eine externe Antenne anschließen und eine Mini-SD einlegen, der auf dem Mac als Laufwerk bootet. So kann der Stick sogar als Datenspeicher dienen.
Im Gegensatz zum älteren Modem (E220) mountet der Stick sogar auf dem Mac und bietet die Software "Mobile Partner" zur Installation an. Dort kann man alle Daten, auch die von Vodafone, eingeben und den Stick zum Unterwegs-Surfen nutzen. Die habe ich aber nicht installiert, da ich fast nur mit der Surfstation arbeiten werde.
Nun zum Herzstück, der Surfstation. Eine ausklappbare USB-Buchse nimmt den Surfstick, den ich mit der SIM-Karte von Vodafone gefüttert habe auf und ansonsten ist nur noch eine Ethernet-Buchse für den Netzwerkanschluss und der Netzteilanschluss da. Auf der Oberfläche des Mac-weissen Gerätes sind auch noch einige Status-LEDs angebracht.
Die Konfiguration findet, wie bei fast allen Routern, über den Browser statt. Die Schnelleinstellung sollte bei O2-Verträgen bereits genügen, für Vodafone muss man mehr in die Tiefe gehen und den so genannten AFP-Server eingeben. Beim Modem habe ich diesen nur über das PPP-Protokoll in der Konsole herausgefunden. Das Konfigurationsprogramm ist simpel, ohne viele Protokolle, aber brauchbar, nachdem man das Handbuch -- welches die Einrichtung wie üblich nur unter Windows beschreibt.
Danach startet man die Verbindung und es hat sofort funktioniert. Das Gerät merkt sich mehrere Profile, also habe ich eines für Vodafone erstellt.
Die Verbindung über WLAN klappt sofort einwandfrei, wie ich es bei Apple gewohnt bin und die Verbindung zum Mobilfunk- und UMTS-Netz funktioniert wesentlich stabiler als mit der Easy-Box von Vodafone. Einfach Airport starten, die Surfstation auswählen und im Browser dann die Standard-Adresse eingeben.
Selbst mehrere PCs und Notebooks können damit ins Netz, was aber nur zu empfehlen ist, wenn ein guter Empfang für UMTS bzw. HDSPA vorliegt. Aber auch als Router für zu Hause leistet die Surfstation gute Dienste.
Heute habe ich also die Software von Vodafone gelöscht und gehe mit der Surfstation ins Netz, stabil, relativ schnell (was aber vor allem am Netz liegt) und unkomplizierter als mit dem Modem von Vodafone. Leider hat es im Mai die Surfstation noch nicht gegeben. Aber bereits jetzt kann ich sie guten Herzens auch den Mac-Kunden empfehlen. An Huawei: Warum nicht gleich so? Und für die Weiterentwicklung: Ein USB-Anschluss zum Anschluss einer Festplatte oder eines Druckers wäre nicht schlecht, das Gerät darf dann auch etwas mehr kosten.
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