Angela Zhang und Enya

Passend zum neuen Album "And Winter Came" von Enya, hier mal eine kleine Betrachtung zweier sehr unterschiedlichen Sängerinnen, die aber beide ein sehr breites Spektrum an Musik zu Gehör bringen.


Enya, die Stimme Irlands, wie sie genannt wird, hat ein sehr breites Spektrum an Musik, aber doch eine eingängige Art zu singen. Von ihrem Debüt mit Orinoco Flow bis hin zum aktuellen Album "And Winter Came" hat sie ein großes Repertoire aufgebaut. Sie sang nicht nur in Englisch, sondern Gälisch, Latein, Elbisch und entwickelte sogar eine eigene Sprache auf ihrem Album "Amarantine". Neben Chinesisch hat sie nur noch nicht in Klingonisch gesungen -- was aber auch nicht zu ihrer sanften Stimme passt.


Angela Zhang, eine chinesische Sängerin und Schauspielerin, ist da wieder ein ganz anderes Kaliber. Ihr Repertoire reicht von chinesischer Volksmusik über R'nB und Rap bis hin zu modernen Popsongs. Von zarten Weisen, wie dem englischen Stück Journey, über Balladen und fröhlichen Songs, bis hin zu Rap mit Aurora hat sie ein beachtliches Repertoire. Dazu spielt sie in zahlreichen Fernsehserien mit.


Etwas, was Enya sicherlich kaum einfallen würde, denn sie gilt als sehr publikumsscheu. Doch liefert sie immer wieder wunderschöne sphärische Melodien, die aber doch ins Ohr gehen.


And Winter Came bietet dem Enya-Fan wieder einen Hörgenuss. Sicherlich, ganz falsch liegt man nicht, das viele Lieder sich ähnlich zu früheren Werken anhören und auch hier bietet Enya wieder einen Mix aus eingängigen Melodien (White is the Winter Night), romantischen Balladen wie Dreams Are More Precious und The Spirit of Christmas Past. Als neues Element kommt diesmal mit My My! Time Flies! ein waschechter Blues. Das Album wird durch die gälische Version von "Stille Nacht" abgerundet (Oíche Chiúin).


Es ist ein Album für Fans, wer nicht von Enya genug bekommen kann, der kann es bedenkenlos kaufen, wer sowieso meint, das Enya immer das gleiche macht, der möge es doch bitte lassen.