Feuerwerk und 30 Stunden Reise

Irgendwie übertreiben es die Chinesen mit der Knallerei. Das chinesische Frühlingsfest beginnt mit dem Neujahr und endet zwei Wochen später. In dieser Zeit wird gerne geknallt was das Zeug hält.

Nun musste ich aber am 11. Februar wieder zurück und in der Nacht zuvor fing es um zwölf an. 

 

Feuerwerk, aber wie. Ein über zwei Stunden (!) dauernder Höllenlärm. Ein in Wellen auf- und abbrausender Klangteppich aus Böllern wurde von einzelnen Krachern und Höhenfeuerwerk untermalt.

 

Immer wenn es drohte, das der Klangteppich einmal aufreisst und abebbt, wurde an anderer Stelle neu angefangen. 

 

Schließlich endete das Feuerwerk, aber geknallt wurde immer noch, fast ununterbrochen waren vereinzelte Böller zu hören, und in der Luft rangen Schwefel und vereinzelte Sauerstoffmoleküle miteinander um die Vorherrschaft. 

 

Selbst um zwölf Uhr Mittags, als wir zum Flughafen aufbrechen mussten, wurde vereinzelt noch geknallt. 

 

Danach begannen über 30 Stunden Reisezeit. Von Jinjiang nach Shanghai (1,5 Stunden), dort 8 (!) Stunden Aufenthalt, bis dahin ging es mir ja noch gut. Danach 12 Stunden nach Amsterdam und wieder 5 Stunden, bis dann endlich der Flieger nach Hannover ging. Dazwischen habe ich kaum geschlafen, dementsprechend fertig war ich dann auch. 

 

Inzwischen habe ich meinen Schlaf nachgeholt und bin wieder einigermassen fit. Auch wenn die Zeitverschiebung mich noch im Griff hat.