The Boy is back in town

Ja, ich bin wieder im Lande und ausser einem (immer tödlich verlaufenden) Männerschnupfen (bitte um fleißiges Bedauern) habe ich noch einige Fotos im Gepäck.


Ist ja auch kein Wunder mit der Erkältung, tagsüber konnte man es mit 17°C schon aushalten, nachts war es dann mit 8°C doch recht kühl, vor allem wenn man bedenkt, das die Residenz (anders kann man die Wohnung nicht nennen) keine Heizung hat...

 

Immerhin: gut sind wir ins neue Jahr gekommen. Ich hoffe alle Leser und Leserinnen dieser Webseite auch. 

 

China bereitet sich auf das Jahr des Drachens vor, überall hört man neben den abgestandenen Weihnachtsschlagern auch "Gonxi Gongxi!" was soviel heißt wie "Herzliche Glückwünsche". Und neben Weihnachtsklamotten und Schlussverkauf halt auch die obligatorischen Geschenke zum wichtigsten Fest der Chinesen: Von Ginseng-Pulver und Vogelnest-Extrakt für die Ältere Generation über Maotai (Reisschnaps) für die 30 Jährigen bis hin zum Knuddeldrachen  für die Jüngsten ist an alles gedacht. Und es fällt auf, wie professionalisiert das Ganze doch ist. 

 

Und überhaupt im Fernsehen: Da läuft das übliche. Generationenkompatible Spielshows, Martial Arts Serien in denen Protagonist und Gegner sich erst in langen, epischen Dialogen zu Tode quasseln um dann über zwei Folgen sich heftigst zu verprügeln. Held wie Gegner stehen aber nach Schwerthieben, Fußtritten und Fausthieben auf, als wäre nichts gewesen. Und dann natürlich die Kriegsserien. In epischer Breite wird der Lange Marsch, die Vertreibung der Japaner und der Zweite WW durchgekaut, fast jeden Aspekt hat man schon durch, und doch die Maschinerie der Serie fängt wieder von Vorne an. Auch eine Art der Propaganda, aber wem will man damit was sagen? 

 

Eine Serie im Ganzen ist aber faszinierend. Eine Dating-Spielshow. Das Schema ist immer gleich, ein Mann tritt an um eine von den 24 Frauen abzubekommen. Der Mann erzählt etwas von sich, bzw. wird von einem Moderator ausgequetscht. Daneben gibt es noch eine 2-köpfige Jury. Nachdem der Mann etwas von sich erzählt hat und eine Favoritin ausgewählt hat, dürfen die Frauen entscheiden, ob sie sich ein Leben mit ihm vorstellen können. 

 

Nun werden Filmchen, die den Mann in Alltags- und Berufssituationen präsentieren, danach das Schema F, die Frauen entscheiden. Wenn nun noch zwei Frauen übrig sind wird zwischen Ihnen eine Stichwahl statt, und wenn der Mann Glück hat, sitzt die Frau im Abspann mit dem Mann zusammen. 

 

Interessant war, das einer der Männer ein LaoWai, ein Ausländer war, aus der Schweiz. Dafür konnte er fliessend Chinesisch (Neid!), seine Favoritinnen waren eine Japanerin und Koreanerin (die in China leben) und er zog zum Schluss mit der Koreanerin von dannen. 

 

Das war es denn mal wieder. Fotos findet ihr wie immer hier.