"Brüder" - Ein Nachtrag zu Bücher

Als Nachtrag zu den Büchern. Beim Kauf des Buches „Nudeln für das Volk“ fiel mir das Buch „Brüder“ von dem Pekinger Autor Yu Hua in die Hände. Es geht um zwei Brüder (eher Stiefbrüder), deren Leben von der Kindheit vor der Kulturrevolution bis in die heutigen Zeiten verfolgt werden.  

 


Während der eine, Glatzkopf-Li, der unangepasste und ungestüme der beiden zu unermesslichem Reichtum gelangt, versucht der andere, Song Gang, der Feingeist, mittels Brustvergrösserung eine Creme an den Mann zu bringen.

 

Das ganze ist recht derb geschrieben, und der deutsche Übersetzer versucht auch die zahlreichen Hinweise auf die vielen chinesischen Sprichwörter und Legenden beiläufig zu erklären, was ihm allerdings nur teilweise gelingt, denn vor allem die Namen lokaler Helden sind für einen Westeuropäer nicht wirklich sprechend.

 

Im wesentlichen ist das Buch nichts für Zartbeseitete, Glatzkopf-Li's Sprache ist sehr vulgär, und die Darstellung der Kulturrevolution nichts für Kinder.

Alles in allem erhält man einen Einblick in eine brodelnde Kultur, den wilden Kapitalismus Chinas und wie jeder Protagonist damit umgeht.

 

Am Ende, das kann ich noch verraten, will Glatzkopf-Li nach Tito und Mark Shuttleworth ins All. Und damit habe ich auch den Bezug zu Ubuntu wieder hergestellt...