Die „Deutsch-Quote“ der AfD

Da fordert die AfD ja jetzt eine „Deutsch-Quote“ im Radio. Was zeigt, das der fordernde AfD-Hansel in letzter Zeit wohl eher wenig Radio gehört hat. Ich bin ja beruflich mit dem Auto unterwegs, und habe dabei meist das Radio an. 


Noch mehr Deutsch hört man nur noch bei WDR 4, fast jede Stunde entweder irgendwas von Revolverheld, die Hymne „Ein Hoch auf uns“, Christina Stürmer mit „Millionen Lichter“ etc. Von Deutsch-Rap wie (zwar mit französischem Refrain) „Au revoir“ mal abgesehen. Und das sind meist die Sender mit „dem Besten Mix der 80er, 90er und von heute“.


Was wollen die also noch? Eine „Helene-Fischer-Quote“ mit halbstündigem „Atemlos“? 


Das Problem der heutigen Lieder ist meines Erachtens, das sie meist langweilig sind. Entweder werde ich alt, was ja durchaus sein kann, aber irgendwie gab es in den 80ern und 90ern noch Musik zum mitsingen (oder mitgrölen, was meist am Alkoholisierungsgrad lag). Die jetzige Musik, inklusive Rap und Hip Hop, das ist nichts mehr für mich. 


Was würde die AfD eigentlich dazu sagen, wenn so Lieder wie „Sascha - Ein Aufrechter Deutscher“ von den Hosen, „Schrei nach Liebe“ von den Ärzten dann kommen würde? Alles deutsch. Ich glaube die meinen sicherlich nicht Lieder wie „Claudia hat nen Schäferhund“ oder „Bayern“. Auch nicht „König von Deutschland“.