Die Unfähigkeit Kritik zu ertragen

Wenn man sich im Internet, oder vor allem in sozialen Netzwerken, bewegt, merkt man schnell die Dünnhäutigkeit mit der Debatten geführt werden. 


Don Alphonso hat das hier einmal aufgezeigt. Austeilen will jeder, gerne und mit Verve. Aber einstecken? Oder einsehen, das die Gegenseite auch mal recht hat? Nein, bloss nicht, da wird dann ein ad-hominem-Scheinargument gebracht und versucht andere Meinungen und Ansichten zu verbieten. 


Dabei ist es egal, welche politischen Ansichten, welches Geschlecht und welche Religion, die Diskussion läuft immer gleich:


  1. A: „Alle (hier bitte eine missliebige Gruppe einsetzen) sind Schweine“
  2. B: „Nein, das stimmt nicht, wegen (hier stimmige Beweisführung einsetzen)“
  3. A: „B, du bist (hier obszöne Beleidigung einsetzen) und deine Meinung müsste verboten werden.“
  4. C, D, E („Fans“ von A): „B, dich müsste man (hier beliebige Folter- und Hinrichtungsart einsetzen)“


Diese Art der Diskussion wird inzwischen immer lauter und schriller geführt. Gleichsam wird natürlich für sich die Meinungsfreiheit reklamiert, aber dem Anderen wird selten zugestanden, aber noch weniger das Konzept verstanden. Meinungsfreiheit heißt zwar auch, das ich (Wohl gemerkt nur verbal!) zwar jeden möglichen Blödsinn als meine Meinung vertreten darf. Ich darf meine Meinung sogar äußern, wie die angesprochenen Pirincci und Wiezorek es machen. ABER: Es ist kein, definitiv kein, Aberkennen der Meinungsfreiheit, wenn auf diesen Blödsinn dann Kritik folgt. Vor allem wenn diese Kritik berechtigt ist und mit Argumenten untermauert wird.


Und dass muss man auch ertragen, wenn man wirklich auf die Meinungsfreiheit wert legt. Aber darum geht es hier anscheinend nicht. 

 

Update:

 

Heute gefundenes Zitat bei ibash.de:

 

<Rj x> ich glaube, das Internet macht schlaue Leute schlauer und dumme Leute lauter
<rm -fr> FRESSE!!!



Update 2; Hier der Link.