Die Möhre vor der Nase

Ich bin sauer. Ich habe letztes Jahr im November ein Projekt bekommen, allerdings nur drei Tage die Woche. Alles kein Problem, denn die Verlängerung im Januar, mit Vollzeit sprich 5 Tage die Woche, wäre ja eigentlich beschlossene Sache. 


Das sagte man mir noch bis einen Tag vor dem Projektende am 17.12. Eigentlich, so sagte man mir, wäre das ganze nur noch eine Formsache, die Bestellung wäre quasi schon gedruckt und die Tinte auf dem Papier müsse nur noch trocknen. 


Am letzten Tag teilte man mir dann mit das man wohl die Budgetplanung für 2015 noch nicht fertig hatte, und ich deswegen erst Ende Januar anfangen könne. Man würde sich melden. Der entsprechende Vermittler versicherte auch die Bestellung würde 100%ig folgen. 


Nun fragte besagter Vermittler beim Projektleiter noch einmal nach, was denn mit der Bestellung wäre. Da wurde ihm dann endgültig gesagt, das das mit der Bestellung nichts wird. Angeblich weil man zwar nicht mit mir unzufrieden war, aber weil ich angeblich zu ruhig war und beim Fachbereich nicht resolut genug aufgetreten bin. 


Das glaube ich nicht. Wenn man mit mir unzufrieden gewesen wäre, hätte man mir dies auch Anfang Dezember sagen können. Dann hätte ich jetzt ein neues Projekt. Nun sitze ich hier ohne Projekt, weil die Entscheider erst diese Woche aus dem Weihnachtsurlaub kommen und die nächsten Wochen eben noch keine Entscheidungen getroffen werden. Das heißt ein ganzer Monat ohne Projekt, was faktisch ein Verlustgeschäft ist.


Mein Fazit: Man suchte eigentlich nur eine Aushilfe für anderthalb Monate. Und dann auch nur für drei Tage die Woche. Da man aber so keinen finden konnte, griff man auf diesen billigen Trick zurück.