Mac OS X Datenbanken

Unter Mac OS X gibt es nativ zwei Datenbanksysteme: Filemaker und 4D. Während 4D ein Schattendasein fristet, ist Filemaker Grundlage diverser Geschäftssoftware, von der Finanzbuchhaltung bis zur Fakturierungslösung.


Vor einigen Jahren brachte man bei Filemaker eine kleine, aber feine Datenbanklösung namens Bento heraus. Viele Leute, auch ich, trauern Bento noch immer hinterher, da es eine ideale Ergänzung zum iWorks-Paket von Apple war. Auch in vielen kleinen Unternehmen wurde es als einfach zu benutzende Software zum Verwalten von allem Möglichen verwendet. Ob als Inventar- und Anlageverzeichnis oder auch um CDs und Bücher zu verwalten. 


Mit Taptap Forms gab es zwar eine ähnliche Datenbank, aber deren größter Nachteil ist eben, die fehlende Lokalisierung. Und die Libreoffice-Datenbank ist immer noch sehr buggy. 


Abhilfe gibt es jetzt von einem Berliner Startup. Ninox ist zuerst auf dem iPad gestartet, gibt es aber jetzt auch auf dem Mac. Die Oberfläche auf dem Mac ist an die iPad-Oberfläche angepasst. Das geht soweit, dass die Menüleiste komplett abgespeckt ist und es nicht einmal ein Standardmäßiges „Ablage“-Menü gibt. Das macht aber nichts. Denn Ninox arbeitet nicht Dateibasiert. 


Die oberste Ebene ist die Datenbank. Innerhalb der Datenbank gibt es Tabellen, die auch untereinander verknüpft werden können. Die Definition des Datenmodells geht sehr schnell von der Hand. 


Weiterführende Funktionen, wie Berechnungen und Positionen sind auch schon eingebaut. Sehr schön. 


Neben den Einzelplatzversionen für iPad und Mac, die über die iCloud verbunden werden können, gibt es eine Cloud-Variante, die Webbasiert arbeitet. Dazu noch eine Server Version (die unverständlicherweise auf einem Windows-Server läuft). Alles für relativ wenig Geld, sowohl der Hobby-Anwender als auch der Profi kommt sehr schnell mit dem Programm klar. Und dank einiger Vorlagen bleiben auch wenig Fragen zurück.


Sehr erfreulich ist auch der Support, der sehr schnell arbeitet. 


Meiner Meinung könnte es so etwas öfter geben. Daumen hoch und für 28 EUR kann man hier nichts falsch machen.