Reloop Tape

Da die RS 600 EU keinen Audiorecorder mitbringt, suche ich derzeit nach einer Lösung, Audiodateien aufzunehmen. Das Reloop Tape scheint hier eine gute Lösung. Im Gegensatz zu den meisten Recordern bringt es kein Mikro mit und ist sehr fundamental ausgestattet. 


Witzig ist das Äußere, das sich an den Kassetten damaliger Zeit orientiert. Gut, es wird wohl immer weniger Leute geben, die sich noch daran erinnern können, obwohl Kassetten im derzeitigen Retro-Trend wieder im Aufwind sind. An Anschlüssen sind vorhanden: Line-/Phono-In, Thru (da kann man hören was man aufnimmt), Netzteil und ein USB-Anschluss. Vier Status-LEDs zeigen was geschieht: Power, USB, Rec. und Peak. Alles relativ selbsterklärend. 


Die Bedienung ist denkbar einfach: LineOut Verbinden, evtl. Kopfhörer, USB-Stick anschließen, Netzteil und dann kann es schon losgehen. Einfach den Aufnahmeknopf drücken und spielen. Das Reloop Tape legt einen Ordner auf dem Stick an, und speichert die Aufnahme als MP3-Datei.


Die speicherbare Menge richtet sich ausschließlich nach der Größe des USB-Sticks und der Aufnahmequalität. Vornehmlich richtet sich das Gerät an DJs die einen Mitschnitt ihrer Sessions haben wollen. Aber auch für Leute, die einfach nur ein Instrument aufnehmen wollen oder — dank der Möglichkeit auch Platten aufnehmen zu können — ihre alten Schallplatten archivieren wollen, auch das geht. 


Das bei Amazon bestellte Gerät stellte sich allerdings als DOA — Dead on Arrival — heraus. Noch nicht mal die Power-LED rührte sich. Am Donnerstag, den 28. Mai,  bekam ich schließlich das funktionierende Gerät, und es tat was es sollte. Einfacher kann man keine Audioaufnahme tätigen. Man kann durch einen Schalter die Qualität des erzeugten MP3s wählen, entweder 192 KB/s oder 320 KB/s. Die höhere Qualität schlägt sich natürlich auch auf den Speicherbedarf nieder. Im Betrieb wird das Gerät nicht wirklich warm, so dass es auch — wie vom Hersteller angedacht — eine ganze Nacht aufnimmt, sofern der USB-Stick groß genug ist.