Warum eine Orgel besser als ein Keyboard ist…

Es wird ja oft behauptet, dass man mit einem Keyboard das gleiche wie mit einer E-Orgel machen kann. Aber das ist falsch. Man kann mit einer E-Orgel das gleiche wie mit einem Keyboard machen, und darüber hinaus viel mehr. 


Denn da sind ja noch die zusätzlichen Freiheitsgrade, die ein zweites — oder gar drittes — Manual  und Basspedal bilden. Das geht beim schnellen Registrierungswechsel über mehrere Manuale los, und hört bei eigenständigem Bassspiel noch lange nicht auf. Man benötigt bei einer Orgel keine Begleitautomatik sondern kann entweder wie mit einem Klavier oder mit Akkorden und dem Bass begleiten. Und vor allem kann man mit einer Orgel besser musikalisch wachsen als mit einem Keyboard.

 

Ein Beispiel: Die „Dolannes Melodie“. Drei Instrumente sind hier vorherrschend, Panflöte, Trompete und für das Intro Cembalo oder ein ähnliches Instrument. Im Hintergrund Streicher und ein schöner 6/8 Rhythmus. Mehr braucht es nicht. Beim Keyboard heisst das: zwischen Registrierungen wechseln, oder das Manual splitten, wenn das geht. Bei der Orgel RS 600 heisst das: Im Untermanual habe ich Streicher und im Split das Cembalo. Keine automatische Begleitung, Bass entweder selber spielen oder automatisch. Auf dem Obermanual spiele ich entweder die Panflöte oder die Trompete. Der Registrierungswechsel geschieht hier nur auf dem oberen Manual.