Ein schwarzer Tag für alle Künstler und das Internet

Nun hat die CDU (und mehrheitlich die CDU!) und ihre Lobbyistenströme von Springer und zahlreichen "Verwertungsgesellschaften" es endlich geschafft: Das Internet, wie wir es kennen wird es in Zukunft so nicht mehr geben. 


Die Millionen, die vermutlich auf diverse Konten der CDU und anderer "konservativer" Parteien geflossen sind, haben sich bezahlt gemacht. 

 

Natürlich werden jetzt viele Künstler meinen, diese "Reform" würde ihnen zu mehr Geld verhelfen. Dem einen oder anderen ist es wahrscheinlich auch sehr recht den einen oder anderen privaten Musiker aus dem Netz kegeln zu können. 

 

Für viele Leute wie mich ist das Musikmachen ein Hobby. Natürlich komponieren die wenigsten, sondern sie "Covern", das heisst, sie spielen Stücke nach. Meist sind es ältere Stücke. Das kann auch ein neues Stück sein, wie ein Schlager von Klubbb3 oder Helene Fischer. 

 

Mache ich auch, und ich bin sicher, weder Helene Fischer noch Florian Silbereisen haben groß etwas dagegen. Natürlich gibt es auch Leute die mit dem Covern Geld verdienen, beispielsweise DirkJan Ranzijn. Natürlich ist er als Niederländer in einer guten Position: dort ist Covern absolut erlaubt und man darf – ohne den Originalkünstler zu fragen – damit auch Geld verdienen. 

 

Ein Uploadfilter kann das nicht beurteilen, ob ein Stück nun ein unerlaubtes Original ist, oder ein Cover, selbst wenn diese mit einer Orgel oder einem Keyboard gespielt wurde. 

 

Natürlich gibt es auch Urheberrechtsverletzungen. Vorwiegend sind das in meinem Umfeld alte, längst vergriffene Platten, wie zum Beispiel die "Hammond à gogo"-Reihe von James Last aus den 60ern. Oder die Platten von Ady Zehnpfennig, die nicht mehr erhältlich sind. Natürlich auch die Platten von unbekannten Künstlern, die es nicht mehr gibt. All das gibt es. Wenn es denn Verwertern so wichtig ist: Warum wird das denn nicht alles digitalisiert und damit kann man es doch als Download verkaufen.

 

Nun gibt es dann auch viele Künstler, die jetzt behaupten, dass es ihnen besser geht. Nein, liebe Kolleginnen und Kollegen, es geht euch nicht besser, es geht den Verwertern besser. Alle Elemente, die euch Künstler besser stellen sollten, wurden aus dem Entwurf eliminiert. 

 

Mein Fazit: Hier wurde wieder Lobby-Politik betrieben, aber wie schon Sascha Lobo sagt: Bald sind Wahlen, daher wählt weise.