Der Mann ist das Klima schuld - Teil 2

Hier ist der erste Teil. Da mir ja wieder einmal fad war, fiel mir dieser Artikel entgegen. Eigentlich ist dazu ja im ersten Teil alles gesagt, doch ich möchte hier noch etwas anfügen.

Als ich meine Wohnung 2013 ausgeräumt und dann eingerichtet habe, ging dem ein längerer Entscheidungsprozess voraus. Ich arbeitete in Hannover und jeden zweiten Samstag bin ich in Hannover geblieben. Und dort habe ich diverse Möbelgeschäfte unsicher gemacht: Vom Poco über Ikea und diverse andere Läden. 

 

Dann habe ich meine Wohnung eingerichtet. Meine Ex-Frau hat mich natürlich nicht unterstützt, so habe ich alle Entscheidungen selbst getroffen. Und ich muss sagen es ist gut geworden. 

 

Solange ich zu 100% selbst entscheide, ist meine Einrichtung zweckmäßig und schnörkellos. Mein Arbeitszimmer: Schreibtisch, Stuhl und zwei Regale. Wohnzimmer: TV-Bank, Sofaecke mit Couchtisch, Essecke mit Stühlen und fertig. Im Schlafzimmer halt Bett, großer Schrank, zwei Nachtkästchen. Alles stimmig und aus einem Guss. 

 

Und als ich damit fertig war sah meine Wohnung so aus, wie vom Innenarchitekten geplant. Das war noch vor dem großen "Minimalismus-Hype", noch bevor Silbermond (wohlgemerkt eine Frau!) ihr Lied vom "Leichten Gepäck" ins Mikro jaulte. Dann kam meine Ex-Frau. Natürlich war ihr nichts recht, vor allem war zu wenig Deko-Krempel da. Gut Dekoration gibt es bei mir fast nur Weihnachten, und Weihnachten 2013/2014 war auch sehr schön, da meine Frau da nicht da wahr. 

 

Aber um es mal aus mal aus meiner Perspektive, und damit aus der männlichen, zu sagen: Wir Männer brauchen nicht viel. 

 

Wenn es nach mir geht brauche ich an Kleidung:

  • Zwei Jeans
  • Ein Paar Schuhe für den Sommer und zwei Paar im Winter
  • 14 T-Shirts (für zwei Wochen im Sommer)
  • einige Unterhosen (Genaue Zahl weiß ich nicht, die werden regelmäßig nachgekauft)
  • einige Paar Socken
  • Vier gute Hemden (für mein SAP-Berateroutfit)
  • zwei gute Hosen (ich trage persönlich lieber Jeans, aber es kommt hier immer auch auf den Kunden an)
  • Sacco und Krawatte (siehe oben)
  • 8 warme Hemden / Pullover für den Winter

Und das wars. Meist trage ich oben genanntes über mehrere Jahre. Und nachgekauft wird erst, wenn es verschlissen ist. Wintermantel habe ich genau einen, und eine Universaljacke bei der ich das Futter entnehmen und als eigene Jacke/Weste tragen kann. 

 

Beides trage ich über mehrere Jahre.

 

Kosmetik genauso:

  • Zahnpasta
  • Seife
  • Duschgel
  • Shampoo
  • Mundwasser
  • Rasierwasser
  • Deo

Braucht man(n) mehr?

 

Da ich nicht mehr reise, habe ich jetzt auch ein paar Pflanzen und einige vererbte Möbelstücke mehr, die ich aus dem Haushalt meiner Mutter übernommen habe. Man mag es spartanisch nennen, aber ich nenne es zweckmäßig. Hier habe ich natürlich nicht meinen "Technikfuhrpark" aufgezählt. Aber das meiste (gut bis auf meine Orgel) ist auch das, was in einem normalen Haushalt zu finden ist.

 

Meiner Meinung nach kommt die Forderung nach "nicht so spartanischen Wohnungen" doch von der gleichen Klientel, die sonst immer Verzicht predigt. Vor allem sind das gerade diejenigen, die so begeistert vom neuen "Tiny-House-Trend" sind.