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Alles vegan oder nicht?

Mein Wort zum Sonntag: Ich muss mich mal outen. Ich bin nicht vegan oder gar vegetarisch. Ja, manchmal esse ich vegan oder vegetarisch, manchmal auch halal Döner oder Falafel-Teller. Aber meist vermischt sich das spätestens in meinem Magen mit dem nicht veganen und nicht halal Bacon vom Frühstück. 


Mir ist das auch egal. Schließlich glaube ich nicht an Götter und benötige auch nicht die Bestätigung ein besserer Mensch zu sein. 

 

Ja und oh schreck, manchmal fliege ich auch. Bleibt ja auch nicht aus, denn nach Thailand komme ich eben nicht mal eben zu Fuß. Jedenfalls würde mein Brötchengeber mir sicherlich nicht so lange Urlaub gewähren. Mit dem Schiff wäre ich zwar schon mal schneller da, als per pedes, aber immerhin dauert es dann drei bis vier Wochen, bis man endlich da ist. Allein eine Fahrt würde also auch mal eben den größten Teil meines Urlaubsanspruches auffressen, und dabei weitaus mehr CO2 in die Atmosphäre blasen als ein Flieger. 

 

Sind wir mal ganz ehrlich: Die schöne neue Öko-Diktatur, die uns die Kids von Fridays for Future gerne bescheren würden, würde in letzter Konsequenz auch das Ende unserer Zivilisation bedeuten. Und das würde auch bedeuten: Kein Smartphone mehr, keine SUVs mit denen die Rich Kids on the Block zur FfF-Demo gefahren werden, keinen veganen Smoothie mehr, und auch kein Superfood, das um die halbe Welt geflogen werden muss. Statt dessen: Leben in der Höhle, ohne Feuer, weil CO2. 

 

Nun, ich bin ja nach heutiger Lesart ein "böser, weißer, alter Mann", den man ja nach Lust und Laune hassen darf, ohne das ein Gleichstellungsbeauftrag*er dann schreit. 

 

Nun, das ist mir auch egal. Es ist mir egal, ob ihr mich nicht mögt, gar hasst. Ihr seid mir egal. 

 

Weil ich zufrieden bin und es auch bleiben werde. Ich mich nicht euren Dogmen beugen werde. Dogmen, die mir jeden Tag in den Medien um die Ohren gehauen werden, weil wichtig. Nein. Nicht wichtig. 

 

Eure Dogmen bedeuten nämlich nur denen, was die danach leben. Die vegan leben, alles mögliche gendern und auf alles verzichten, was auch nur den Anschein einer kleinen Freude machen könnte. Genau, und am Ende dann verbittert und hasserfüllt in die Kiste geht. Ohne Freunde, denn die habt ihr schon lange vergrault.  

 

Ich hasse euch nicht. Warum auch? Ich bin zufrieden. Ich lebe nach meinem Zufriedenheitsprinzip. Hass ist da fehl am Platze. Ich hasse euch genauso wenig, wie ich meine Exfrau hasse. Sie — und ihr — seid mir nur gleichgültig. 

 

Und ganz ehrlich: Ich mag es definitiv nicht, wenn man mir sagen will, was ich tun oder lassen soll.

 

Ich trinke auf die Zufriedenheit, das Leben und gutes Essen. Und Genuss. Ich werde auch weiterhin „Music for making Love“ vom Orchester Anthony Ventura hören. Nur echt mit David Hamilton auf dem Cover! Und ich werde — ganz gegen meine Natur — die Säfte von True Fruits mal probieren.