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Schlaganfall und die Folgen

Vor nun mehr als sieben Jahren hatte ich einen Schlaganfall. Ich hatte Glück: Es war einerseits nur ein leichter, dazu geschah es in einem Krankenhaus mit einer Stroke-Unit. Also einer Intensivstation speziell für Schlaganfall-Patienten. 


Die Reha kam dann auch sehr schnell, und so war ich noch im selben Jahr wieder arbeiten. Es ist nur wenig zurückgeblieben, so zum Beispiel muss ich manchmal noch nach Worten suchen und fühle mich gehemmt, wenn ich viel frei vor Menschen sprechen muss. Geblieben ist auch die tägliche Dosis an Medikamenten und natürlich die Angst, das jederzeit wieder ein Anfall auftreten kann. 

 

Ganz zu schweigen von einer Vaskulitis, die eben auch jederzeit ihr Haupt wieder erheben kann. Nur so zur Info: Eine Vaskulitis ist eine Auto-Immun-Krankheit, bei der der Körper sich selbst angreift und für Infektionen sorgt. Man kann sie nicht heilen, nur medikamentös in Schach halten. 

 

Ich habe gemerkt, das ich nicht so stressresistent bin wie andere, auch kann ich in meinem jetzigen Zustand eben nicht mehr als 100% geben. An manchen Tagen geht auch nur 80%. 

 

Das Problem allerdings ist, dass man mir diese Dinge alle nicht ansehen kann. Ich gehe ja auch nicht mit dem Schlaganfall hausieren. 

In jedem Fall habe ich jetzt Urlaub und genieße es. 

Bild von VSRao auf Pixabay