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FKA statt FKK

In seinem aktuellen Video jammert der Walulis darüber, das die Kinos aussterben. Das tun sie in der Tat.


Als Grund hierfür benennt er die gestiegenen Preise und Netflix. Beziehungsweise Streaming allgemein. Das ist ja auch richtig. Wenn mein Kollege mit seiner Familie, Er, seine Frau und die zwei Kinder, fast 100 € selbst für die Billigsten Plätze zahlen soll, dann ist das einfach zu viel. Netflix kostet im Premium-Abo 15,99 € (Ende 2019), bis zu vier Leute können da sehen. 

 

Andererseits verlangen die Filmverleiher und Studios immer mehr als Lizenzgebühren, und auch aktuelle Technik ist sicher nicht billig. Zumal das meiste sind Verschlüsselungstechnologien und DRM. Und da ist es bei kaum zwei Studios kompatibel.

Auch der 3D-Flop wurde angesprochen. Mein einziger Film, den ich in 3D gesehen habe war der „Hobbit“, Teil 2. Da war es so, am Anfang kamen die 3D-Effekte noch rüber, doch man stumpft sehr schnell ab, so das man das 3D nicht mehr wirklich bemerkt.

 

Zumindest ging es mir so. Der Aufwand und die Mehrkosten rechnen sich nicht wirklich. 

 

Zumal das Heimkino-Equipment auch immer preiswerter wird und besser. 

 

Aber das allein ist es nicht. Es sind die Filme. Die meisten heutigen Filme sind zumeist Neuauflagen älterer Blockbuster. Und dabei bleibt es nicht. Inzwischen müssen die neuen Filme ja auch feministisch sein. Also FKA (Frauen Können Alles) statt FKK. Denn FKK ist sexistisch. 

 

Disney hat sich ja in den letzten Jahren einige andere Studios einverleibt. Neben Marvel auch Lucasfilms (Star Wars). Und alle reiten auf der feministischen Welle bis es quietscht. 

 

Nun sind diese Remakes in den meisten Fällen sehr plump. Beispiel Star Wars. Okay, das spielt zwar zeitlich nach der alten Trilogie aus den 70ern. Aber eigentlich wird im Film „Das Erwachen der Macht“ der erste Film (Eine neue Hoffnung aus den 70ern) mit einer weiblichen Hauptfigur neu erzählt. Und natürlich kann diese junge Frau alles. Sie hat zum ersten Mal ein Lichtschwert in der Hand, und kämpft, als ob sie in ihrem Leben nichts anderes getan hätte. Sie fliegt den Millennium Falcon als wäre es nichts. 

 

Selbst im folgenden Film, der Letzte Jedi, kommt penetrant immer wieder das Thema hoch. Und klar, bis auf Leia, die als „Halb-Jedi“ sogar im All überleben kann, entwickelt sich nur eine Hauptfigur weiter. Und das ist der ehemalige Sturmtruppler. Allerdings darf er das natürlich. Als PoC ist er halt genauso benachteiligt wie die Frauen. Das übliche Race-To-The-Bottom-Phänomen. Leia hat sich ja schon in Film Episode IV-Vi entwickelt. 

 

Und genau daran kranken die ganzen woken Filme: Es gibt keine nachvollziehbare Entwicklung der Hauptfigur. Weder bei der Neuverfilmung von Ghostbusters noch bei der aktuellen Version des Terminators. 

 

Dabei hat keiner was gegen starke Frauen als Hauptfiguren. Siehe die „Alien“-Trilogie mit Sigourney Weaver. Aber auch die machen eine Entwicklung durch. 

 

Als Gegenbeispiel „Joker“, der die Geschichte des Gegenspielers von Batman erzählt. Absolut nicht politisch korrekt. Aber die Geschichte ist nachvollziehbar, eine Entwicklung. Und die fehlt bei diesen Feministischen „Meisterwerken“. Und das goutieren die Leute halt nicht so, und bleiben dem Kino fern. 

 

Also ist es eigentlich eher der Fehler der Studios, den aber die Kinobetreiber zu büßen haben.