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Feministin sprengt Fernsehshow

So oder ähnlich titelten die Gazetten des Landes über den Auftritt einer selbsternannten Feministin bei „Hart aber Fair“. 


Ich sehe mir solche Sendungen nicht wirklich an. Labersendungen sind nicht mein Ding. Dann eher Kochshows. Gut, dann kommt demnächst wohl „Veganer sprengt Kochsendung“. 

 

Frau Köhler vom „Express“ hat dazu einen Kommentar veröffentlicht, den ich in Teilen auf seine Fehler prüfen und zerlegen werde.

 

Vor allem die zwei Sätze:

 

„Das hat der Feminismus nicht verdient. Schließlich handelt es sich um eine Bewegung, die sehr wichtig ist.“ und  „Denn bis heute ist es noch nicht selbstverständlich, dass Frauen dasselbe verdienen wie Männer, dass es eben so viele Pilotinnen wie Piloten gibt und dass Mädchen in hellblaue Strampler gesteckt werden.“

 

Tut mir leid, natürlich kommt es einem im selbstgewählten Elfenbeinturm so vor, doch der Feminismus hat sich überholt und dient nur noch einer Garde elitärer Narzisstinnen als Geldquelle. 

 

Der Gender-Pay-Gap wurde schon von so vielen Menschen als Lüge erkannt, er kommt aber immer wieder. Frauen verdienen dasselbe wie Männer, wenn sie auch dieselbe Arbeit leisten. Solange Frauen aber liebend gern unterbezahlte Berufe wählen, die keine aufwändige Ausbildung erfordern aber dafür in Teilzeitarbeit möglich sind, ist es eben so, das sie wenig verdienen. Männer werden aber gern von der Gesellschaft dazu gezwungen mehr zu arbeiten und mehr zu verdienen, damit sie die Frauen, die sich vor der aufwändigen Arbeit mit teilweise 10 - 12 Stunden Tagen drücken, aushalten. Oder welche Frau würde statt dem Chefarzt den Krankenpfleger heiraten, wenn sie die Wahl hat?

 

Pilot ist so ein typischer Job, den man nicht in Teilzeit oder halbherzig machen kann. Erst folgt eine umfassende und teure Ausbildung, danach Streß. Meist sind Piloten ab 50 schon reif für die Rente. Wie auch Müllmänner, Bauarbeiter und Kanaltaucher sind das Jobs, die Frauen eben nicht machen wollen. Die Konsequenz für Frau Köhler daraus wäre, Frauen die freie Berufswahl zu untersagen, und ihnen wie in der DDR vorzuschreiben, was sie zu werden haben. Sie als bis zum Zäpfchen privilegierte Schreiberin, wäre das sicherlich ein Greuel, vorgeschrieben zu bekommen, sich am nächsten Morgen als Gerüstbauerin wiederzufinden, oder?

 

Das Mädchen nicht in hellblaue Strampler gesteckt werden ist auch so eine Sache. Ist es wirklich wichtig? Ich denke, das ist am Ende einfach nur Jammern auf Elfenbeinturmsniveau. 

 

Da wo Frauen wirklich noch benachteiligt sind (kleiner Hinweis: Nicht hier in Deutschland, oder in Europa), da möchte von den Feministinnen doch keiner hin. Denn das würde für die Köhlerinnen dieser Welt nur Lebensgefahr bedeuten. 

 

Auch Arne Hoffmann hat ein neues Buch dazu geschrieben und zerlegt die Märchen von der Wichtigkeit des Feminismus mal wieder neu. Frau Köhler wird es wohl nicht lesen.