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Kollegah

Es gibt schlimme Sachen in Deutschland. Sehr schlimme. Nein, ich meine nicht den Antisemitismus, Rassismus, die alltägliche Xenophobie aus dem Osten. Ich meine auch nicht den Klimawandel. Nein, nach Meinung von „Emma“ ist das schlimmste, böseste und gefährlichste Problem der Sexismus. Und der größte und schlimmste Sexist ist (Trommelwirbel, Tusch) der Rapper Kollegah. Ihm wurde ja unlängst von eben jener Zeitschrift der Preis „Sexist Man alive“ verliehen. 


Nun, ich bin immer noch der Meinung, das Rap musikalische Umweltverschmutzung ist. Nun hat Kollegah in Köln ein Konzert gegeben und die OB Henriette Reker ließ sich hinreißen, zu fordern, das Herr Kollegah doch bitte sein Konzert absagen. 

 

Wegen der Texte.

 

Der sexistischen Texte.

 

So, „Ich fick deine Mutter“ und so.

 

Hätte Frau Reker das damals in den 70ern und 80ern auch zu einem Udo Jürgens gesagt, oder einem Roland Kaiser? Schließlich hat der eine von der Liebe zu einem minderjährigen Mädchen gesungen („Siebzehn Jahr, Blondes Haar“) und der andere davon im Urlaub ein Mädchen zu entjungfern („Santa Maria“). Wahrscheinlich nicht. Gut es waren andere Zeiten. Aber das gilt in Zeiten von ständiger Moralpanik nicht wirklich. Das Argument „Damals waren andere Zeiten“ gilt heute nicht mehr. 

 

Nein, ich würde nie in ein Konzert von Kollegah (und auch Fahrid Bang oder Capital Bra) gehen. Ich mag das, was sie Musik nennen einfach nicht. 

 

Und doch, ist das ewige Fordern, das ewige Mimimi, das Poltern und Zetern geht mir auf den Keks. 

 

Musik ist eine der letzten wirklich freien Ausdrucksmöglichkeiten, und das muss natürlich von den Vetteln vermiest werden. Und das werde ich auch immer wieder anklagen.