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Heutige Popmusik und warum ich die doof finde

Ich höre gern alte Musik. Ja, ich gebe es zu und oute mich jetzt. Wenn ich Auto fahre höre ich immer öfter WDR4. Früher schon, als ich noch nachts an kleinen C=64-Programmen herumbastelte habe ich die Sendung „Musik zum Träumen“ gehört. Die kam jeden Tag von 21 bis 22 Uhr (Außer Sonntags und bei Sondersendungen). Easy Listening at its best. 


Nun hat jemand auf Fressebuch geschrieben, die SEMPRA käme aus dem letzten Jahrtausend.

 

Mal ganz davon abgesehen, das die Technik der SEMPRA noch sehr frisch ist, und trotzdem stabil läuft sind natürlich die Styles schon gut abgehangen. Ich mag sie trotzdem. 

 

Denn seien wir mal ehrlich, was heute so als „Popmusik“ verkauft wird ist einfach nur Fließbandarbeit. Nehmen wir beispielsweise mal „Yummy“ von Justin Bieber. Text? Belanglos. Hauptsache das Lied ist streamingfähig und passt in die „Work-Life-Balance“-Playlist. Autotune und Compression Filter bis zum Anschlag aufgedreht und natürlich kommt das bewährte Rezept zum Einsatz: 1.) Stimme als Instrument; 2.) Hookline (Gut, das ganze Lied IST die Hookline); 3.) Aufdrehen am Ende.

 

Nach diesem Rezept werden gut 90% der Lieder der letzten Jahre produziert. Bloß keine Experimente. Die kann sich die Plattenfirma nicht leisten. 

 

Ein Paul McCartney, ein Bert Kaempfert, oder ein Freddie Mercury als Newcomer hättens heute schon schwer. 

 

Aber allein für die melodiöse Vielfalt liebe ich die Musik aus dem letzten Jahrtausend.