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Corona IV

So, nun bin ich auch auf Kurzarbeit. Und weiß nicht wie es weitergeht. 

Als Entertainer kann ich nicht arbeiten, schließlich darf ich nicht auftreten, mein Zufriedenheitsprinzip verkauft sich eher schleppend. Ich sollte eine Neuauflage „Corona-Edition“ planen, bevor ich definitiv nicht mehr aus dem Bett komme. Die Menschen haben jetzt andere Sorgen als sich vegan zu ernähren und politisch korrekt den Genderstern einzusetzen. Zalando muss auch schon Hilfen beantragen. Wofür brauchen die Leute gerade jetzt Kleidung? Die meisten sitzen zu Hause. Entweder im Jogginganzug oder gleich nackt. 

 

Künstler und Schriftsteller sind ja gerade in Krisenzeiten eben wenig gefragt. Jetzt geht es nur noch ums Fressen und Saufen und das man eine Butze hat. Kultur braucht es da nicht. Neandertal halt. SAP Berater brauchen auch wenige jetzt. Man braucht nur Administratoren, damit die Kacke am laufen bleibt. 

 

Die Leute hier drehen langsam völlig am Rad. Waren es bislang nur die üblichen Fensterrentner, jetzt dreht jeder ab. Ich frage mich, wann denn endlich standrechtliche Erschießungen für diejenigen, die das Kontaktverbot missachten, gefordert werden. Natürlich mit ordnungsgemäßer Verbrennung der Leichen vor Ort. Gefolgt von unserem einzigen Obdachlosen vor Ort. Der, der die Hütte am Spielplatz als Toilette nutzt. Oder es wagt unter den Balkonen zu schlafen. Obdachlose sind sowieso die ärmsten Schweine. Derzeit hat kaum eine Notschlafstelle offen, geschweige denn andere Hilfseinrichtungen. Flaschen kann man auch nicht mehr sammeln, und Obdachlosenzeitschriften verkaufen bringt auch nichts. 

 

Dabei muss ich sagen, mein Alkohol- und Drogenkonsum ist noch nicht wirklich gestiegen. Mehr Alkohol werde ich wahrscheinlich ab dem 24. zu mir nehmen. Da beginnt die nächste Staffel von SchleFaZ. Nicht wie beim Pestarzt. Dessen Leben fast nur noch aus Saufen und Gras und diversen anderen Drogen besteht. Was okay ist. Jeder hat eben andere Möglichkeiten. Dabei wurde ich gerade von ihm geadelt

 

Schon jetzt läuft man sich warm um den Leuten zu erklären das man leider, leider die ganzen Maßnahmen noch lange nicht beenden kann. Schließlich möchte man sich noch weiterhin in der Allmacht suhlen. Demokratie — Scheißegal. Arbeitsplätze — mehr als Scheißegal. Die Leute werden es schlucken. Schließlich würde man ja MENSCHENLEBEN (!!!!) gegen Wirtschaftsinteressen aufwiegen. Sie werden es schlucken, bis die Kündigung auch bei ihnen in den Briefkasten flattert. Und damit die Lebensgrundlage weg ist. 

 

Der kleine, dicke Armin und der dumme Banker Jens (Spahn) von der CDU halt. Und schon rotzt der frisch von Corvid-19 genesene Friedrich Merz (Natürlich auch wieder von der CDU) wieder herum, das man leider, leider nicht alle Arbeitsplätze retten kann. Zum Kotzen. Ich hoffe ehrlich gesagt, dass seine Aktien und Bonds danach nur noch Ramsch wert sind. Was wiederum zeigt: Der Coronavirus ist nicht gerecht, keine Strafe irgendeines Gottes oder einer Göttin, sondern am Ende des Tages eben nur ein Virus. Beschissen zwar, aber so ist es. 

 

In NRW will man jetzt Abiturprüfungen machen. Dabei ist der Abi-Jahrgang 2020 schon jetzt gezeichnet.

 

Ich stelle mir das dann ab 2025 so im Bewerbungsgespräch vor: 

 

Personaler: „Wann haben Sie Ihr Abitur gemacht?“

Bewerber: „2020.“

Personaler: „Wir melden uns.“

 

Diese Generation ist hinüber, ab in den Sack, kaputt. Ich mein, wenn die Personaler einen schon wegen eines Fotos, besoffen am Strand von Malle aussieben, dann wird das ein absolutes No-Go. 

 

Die wollen sie ja noch nicht mal zum Spargelstechen.  

 

Habt ihr die Rede von Steinmeier mitbekommen? „Die Corona-Pandemie ist eine Prüfung unserer Menschlichkeit!“, so unser Präsident. Da sieht man das man so allein im Schloss Bellevue schon mal an Lagerkoller leiden kann. Als ob man als Politiker wirklich menschlich sein kann. Denn wenn man menschlich regiert kommen die Idioten von der AfD und fangen an zu nerven. 

 

Die warten schon darauf, das die Wirtschaftskrise einsetzt. Dann kriegen so Idioten wieder Oberwasser und feuchte Höschen, wie der eine, auf dem ikonischen Bild von Rostock-Lichtenhagen. 

 

Selbst die sich als so menschlich gebenden Kirchen haben für ihre Gläubigen nichts, aber auch gar nichts übrig. War schon immer so, in Zeiten von Corona zeigt es sich immer mehr. Sonst würde der milliardenschwere Großkonzern „Katholische Kirche“ mal die Spendierhosen anhaben. Lieber auf dem menschenleeren Peterplatz den Segen spenden. Kostet ja nichts. Oder beten. Kostet nichts, bringt nichts. Die Priester haben es zur Zeit nicht leicht. Keine Gottesdienste, keine Messdiener, nichts. Aber da sorgt ja schon unser kleiner, dicker Ministerpräsident vor: „Wenn man Möbelgeschäfte öffnen kann, dann kann man auch in Kirchen beten.“ Gut, dass sich in den Kirchen zumeist die lebenden Risikogruppen einfinden. 

 

Ausserdem ist ja „Social Distancing“ angesagt. Hat sich schonmal jemand Gedanken gemacht das „Social Distancing“ eben auch bedeutet, das man im anderen eben nicht mehr den Menschen sieht, sondern nur noch eine potentielle Virenschleuder? Siehe oben.

 

Das mal als Gedanken zur Nacht. Bleiben Sie gesund.