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Corona V

„Lockerungsorgien vermeiden!“, sagt unsere Kanzlerin.


Derzeit wird ja immer darüber nachgedacht, wie und vor allem wann man den endlich diese ganzen diktatorischen Maßnahmen abschaffen soll. Und unserer SED-Perle von der Uckermark findet diese Diskussion gefährlich. 

 

Diese Diskussion ist nicht gefährlich, sie ist richtig und wichtig für eine Demokratie. Es mag einfacher sein, leichter in einer Diktatur wie in China sein. Und doch: Jede einzelne der Maßnahmen verletzt ein Grundrecht. Welches vom Grundgesetz, unserer Verfassung liebe Reichbürger, nach hartem Kampf und vielen Toten eingeräumt wurde. Daher muss jede Einschränkung dieser Grundrechte immer wieder diskutiert werden, hin auf Verhältnismäßigkeit und Dauer. Und natürlich muss diese Einschränkung so schnell wie möglich beendet werden. Das möchte die CDU/CSU natürlich nicht — denn die Einschränkungen sind ja alternativlos. Gut, Frau Merkel ist das egal. Auch wenn die Landeschefs ihr auf der Nase herumtanzen. Wenn man sie sieht, sieht man das sie müde ist. Sie kann nichts mehr erreichen. Ihre politische Karriere neigt sich dem Ende entgegen. 

 

Und natürlich ist es richtig an den Einschränkungen zu zweifeln. Sich darauf zu verlassen, das diese auch wieder beendet werden, ohne das etwas zurückbleibt, derjenige ist verlassen. Wenn das so wäre, gäbe es keinen Staatstrojaner (Recht auf informelle Selbstbestimmung), könnten die Bundesländer ihre irrwitzigen Polizeigesetze, die Kim Jong Un, Xi Jinping und Erdogan feuchte Träume bescheren auch auf den Müll der Geschichte schmeißen. Unser Rechtstaat ist uns nicht geschenkt worden. Unsere Rechte sind keine Verfügungsmasse, die man mal eben schnell weggibt, wenn es brenzlig wird. 

 

Leider begreifen das unsere Elfenbeinturm-Journalisten nicht. Das man für diese Rechte jeden Tag einstehen muss, ist leider den wenigsten klar. Gerade auch, wenn immer wieder getrötet wird, wie wichtig die Einschränkungen sind und wie alternativlos. 

 

Und das Sie ja nicht auf das Gelaber der Alternative für Dumme hereinfallen: Wenn die hier das sagen hätten, gäbe es keine Grundrechte mehr. Für niemanden. Wenn Sie mir hier nicht glauben, lesen sie das Parteiprogramm und wenn Ihnen dann immer noch nicht schlecht ist, das Buch vom Höcke. 

 

Diese Woche starb Norbert Blüm, der einzige dem ich aus dem CDU-Sauhaufen ein wenig Respekt entgegenbringen konnte. Einzig und allein, weil er kein so glatt geleckter Emporkömmling war, sondern als einfacher Arbeiter und gelernter Werkzeugmacher auch mal echte Arbeit geleistet hat. Das sollten die anderen auch mal machen. Vermutlich hätte er auch, ohne mit der Wimper zu zucken, auf 20% seines Politikergehaltes verzichtet, wie es in Neuseeland gemacht wurde. 

 

Wenn Sie Zeit haben (Dank Corona haben wir doch alle jetzt Zeit, oder?), dann möchte ich Ihnen gerne mal den neuesten Text vom Pestarzt ans Herz legen. Das Thema habe ich vor einiger Zeit auch schon mal behandelt.

 

Nun begann gestern Abend (24.4.) die neueste Staffel von SchleFAZ, den schlechtesten Filmen aller Zeiten, mit einem der beliebtesten Trash-Horror-Fantasystreifen aus den 80ern: Trolls 2. Der Witz ist, das die Trolle / Goblins (im italienischen Original) so etwas sind wie Hardcore-Veganer: Sie verwandeln Menschen erst in eine Mischung aus Pflanze und Mensch und fressen diese dann.  In einer Szene predigt der Obergoblin, getarnt als Reverend / Priester über die Schrecken von Fleisch, das macht er mit den gleichen dummen Argumenten der Internetveganer.  Leider gibt es den Film nicht in der Mediathek. Das passt dann auch wieder zum Text des Pestarzts. Vielleicht kommen die nächsten Blockbuster mit veganen Superhelden, für das woke Empowernment. Auf das die Storys noch langweiliger werden. 

 

Das war’s für diese Woche. Gute Nacht. Bleiben Sie gesund.