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Statische Webseiten

Der Schockwellenreiter schwört drauf. 


Ich bin ja seit über zehn Jahren bei Jimdo, bin damit auch sehr zufrieden. Wie die meisten Webdienste ist Jimdo auch dynamisch. Das heißt, die Seite wird in dem Moment vom Webserver erzeugt, in dem sie aufgerufen wird. 

 

Das hat natürlich Vorteile: Viele Webanwendungen fühlen sich wie Anwendungen auf dem Desktop an und viele Dinge sind so möglich, wie beispielsweise Shop-Systeme und anderes. 

 

Allerdings haben solche Webanwendungen auch einen riesigen Nachteil: Sie sind Datensilos. Wie Facebook. Was heißt, was einmal hineingegeben wird kann man nur schwer wieder herauszubekommen. Das gilt auch für Jimdo. Wenn ich meine ganzen Blogeinträge, die ich im Laufe der letzten Jahre so angehäuft habe (weit über 500) irgendwie wieder haben will, muss ich alle einzeln aufrufen, in die Zwischenablage kopieren und dann in eine Textdatei einfügen. 

 

Mache ich vielleicht mal als „Best Of“. 

 

Hier ist dann der Vorteil statischer Seiten. Die sind schon da. Und können einfach durch Backup gesichert werden. Heißt, die Texte sind nicht von der Platte, wenn der Dienstleister eines Tages abraucht, kann das alles sofort bei einem neuen Anbieter hochgeladen werden. Im Idealfall ohne Datenverlust.

 

Ausserdem ist es günstiger, da die meisten Hoster einfache Hostingpakete schon ab 4 Euro pro Monat zur Verfügung stellen.

Gibt allerdings einen gewaltigen Nachteil: Je größer das Projekt ist, und je mehr Seiten man verwalten will, desto größer ist der Änderungsaufwand. Da helfen dann Tools, die das gesamte Projekt verwalten und am Ende die Seiten rausschreiben. 

Ein solches Tool ist Publii, das zwar noch beta ist, aber schon recht stabil. Man sucht für seine Website ein Template aus und kann dann loslegen. Publii ist vor allem für Blogs geeignet.

 

Man kann natürlich auch unsichtbare Blogposts schreiben und die dann einem Menü anhängen. Damit kann man dann auch spezielle Seiten machen. Publii bringt eine reiche Auswahl an Templates mit, die thematisch von einer Galerie mit vielen Bildern über Dokumentation bis hin zu aufwändig gestalteten Templates für Fotografen und Modeblogger. 

 

Derzeit plane ich ja, eine Website mit Programmierthemen neu aufzusetzen, als statische Version. Jimdo Pro ist für das was ich machen will einfach zu teuer. Selbst nach über zehn Jahren habe ich gerade mal 108 MB von 5000 MB Speicherplatz belegt. Die gleiche Menge Speicherplatz gibt es bei Strato für 4 EUR als Hosting-Paket mit zwei Domains und sogar mit Datenbank. 

Publii ist Open Source, kostenfrei und erhältlich für Windows, macOS und Linux. Ich hatte dieses Programm schon länger auf meiner Platte. Nun werde ich mich mal in die Tiefen von Publii stürzen.