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Hirnsudelei vom Orgelmann 01/21

Der Pestarzt macht es jeden Monat. Sollte ich auch machen. 

Kritik am heischenden System ist unerwünscht. Sagt Drosten, sagt die Merkel, Und würde Abweichler von ihrem Coronana-Kurs gerne in die Psychiatrie stecken. Lager für „notorische Quarantäne-Brecher“ werden auch schon wieder eingerichtet. Kann man aber nicht vergleichen. 

 

Leider sind alle, die dem System vormals kritisch waren, beispielsweise Thilo Jung, der Lobo (gut der schon lange vor Corona) immer mehr auf die dunkle Seite gewechselt, und Links ist nur noch ein Schatten seiner selbst in seiner selbstbesoffenen Wokeness. Und weil das Universum — wie der Pestarzt richtig erkannt hat — kein Vakuum duldet wird die Systemkritik jetzt von rechts wieder aufgefüllt. 

 

Klar, irgendwann nutzt sich auch der Nazi-Tourette ab. Und in den Niederlanden fackeln sie ein Testzentrum ab. Kritik wird gerne weg-gecancelt. Oder in die rechte Schmuddelecke geschoben. Da verstehe ich den Jung. Schließlich ist es in der Nähe der Macht ja auch gemütlich und warm. 

 

Selbst meine Nachbarn leiden unter Corona-Müdigkeit. Während beim ersten Lockdown noch fleißig denunziert wurde und die Leitung beim Ordnungsamt nicht stillstand, weil ein Pulk Rumänen sich am Spielplatz getroffen hat, sind sie alle ruhig. 

 

Ich darf jetzt über 800 EUR an das nimmersatte Finanzamt nachzahlen. Weil ich voriges Jahr soviel Kurzarbeit machen durfte. Ich sollte noch mehr beim Amazon kaufen. Wir alle. Während sich ein Herr Spahn dann ein 5 Mio-EUR Haus in Dahlem kauft (Sosumi!) und auf jeden mit seinen Anwälten losgeht, der mal näher nachforscht, wie der Pleitebanker sich das eigentlich leisten kann von seinem kargen, fast schon Hartz IV-Salär von 26.000 EUR im Monat. 

 

Ich war jetzt vor kurzem mal in der Innenstadt von Bergheim. Musste mal wieder ein Rezept holen. Schließlich läßt das E-Rezept noch auf sich warten und es gibt kein Jahresrezept. Also hin zum Arzt und danach zur Apotheke. Erschreckend wie die Innenstadt ist. Aber ist ja auch kein Wunder. Wir sind einfach zu klein für große Ketten, die allerdings auch schon anfangen zu zerbröckeln. Fein gemacht, Merkel. Fein gemacht CDU und SPD. Leckerli gibts keines mehr. 

 

Während sich ST:Discovery auch in der dritten Staffel immer noch nach der ultimativen Wokeness sucht habe ich mir „The Mandalorian“ reingetan. Trotz Disney (die ihre Wokeness-Beraterin wohl gefeuert haben) hat die Serie viel gutes vor allem für diejenigen, die mit der alten Trilogie aufgewachsen sind. Wenigstens nicht so diese „In-Your-Face-Wokeness“, wie sie die letzten drei Filme gebracht haben und wofür diese Filme zurecht kritisiert wurden. Auch hat man weniger von den endlosen Raumschlachten und Action Pur eingelegt, sondern viel auf Charakterentwicklung gesetzt. Und natürlich viele Anspielungen auf die ursprüngliche Filmtrilogie eingearbeitet. Allein weil die Serie zeitlich relativ kurz nach „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ spielt. So geht Fan-Service.

 

Amazon Prime hat jetzt „Lower Decks“ im Programm, eine animierte Star Trek-Serie, die während TNG spielt. Diese soll wohl auch eher am guten alten TNG sich orientieren und den Alltag der Fähnriche zeigen, also denen, die die Drecksarbeit machen. Dabei ist die Serie eher Comedy, aber gemacht von Fans für Fans. Mal sehen wie sich die Serie so macht. Derzeit kenne ich nur die Rezension auf Golem.

 

Projektmäßig geht es nicht rund derzeit. Neben endlosen Budgetveranstaltungen sagen viele Firmen ihre Projekte auch ab. S/4 Hana ist auch nicht mehr so beliebt, vor allem in der Cloud. Zwar hat die SAP die Daumenschrauben angezogen, doch bis 2025 ist noch viel Corona vor uns, und es ist ja auch noch nicht klar ob die ganzen Firmen bis dahin überleben werden oder ein weiterer Lockdown ihnen den Garaus machen wird. Kann ich schon verstehen. Derzeitiger Gewinner ist Porsche. Klar, die Milliardäre, die sich derzeit die Taschen vollschaufeln während der große Teil der Bevölkerung verarmt will auch weiterhin stilvoll durch die Gegend brettern, während wir alle glücklich mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren sollen, oder im Home Office versauern. 

 

Eigentlich tun mir die ganzen Extrovertierten (und ihre Partner) leid. Mir macht es nichts aus am Tag allein zu sein. Mit mir selber. Ich brauch auch keine Drogen dazu, mich allein wohl zu fühlen. Oder am Tag mal überhaupt nicht zu sprechen. Aber für Extros muss das die Hölle sein. Die gehen derzeit ein wie eine Primel. Ohne sich in unzähligen Gelegenheiten selbst darzustellen. So auf Zoom oder Teams kommt das nicht so gut. 

 

Und dann kommt demnächst noch das Sprechverbot in den Nahverkehr. Was die Dame wohl macht, mit der ich 2019 jeden Morgen nach Düsseldorf gefahren bin? Ob die ihrem Mann nun die Ohren abkaut bis dieser entnervt die Scheidung einreicht? 

Allerdings ich merke es schon sehr deutlich an mir. Immer schwerer fällt es mir überhaupt zu reden. 

 

Musikmäßig geht es derzeit bei mir auch nicht wirklich bergauf. Nach einem Jahr hat Keyswerk endlich ein neues Update für die SEMPRA veröffentlicht. Neben allgemeiner Fehlerbehebung gibt es als Freischaltung die Anzeige von Songtexten in Karaoke. 

Derzeit bastele ich einen Style für das Lied „Love Theme from St. Elmos Fire“ von David Foster („Hard To Say I’m Sorry“). Die Erkenntnisse daraus werde ich dann entweder in einem Artikel oder in einem Video verarbeiten.

 

Die Klimahysteriker sind derzeit ziemlich still. Liegt vielleicht daran, das es sogar in der rheinischen Tiefebene, also bei uns schneit. Richtig kalt ist es zwar nicht, aber für Schnee reicht es. Meine beiden Hunde freut es. Die lieben es im Schnee zu tollen. 

 

Schlagzeile der Woche: „Nerd-Klischee hält Frauen vom Informatikstudium ab“. Hat man herausgefunden. Man braucht ja einen Grund, warum so wenig Frauen in die Informatik drängen. Eben nicht der Grund das Informatik technisch, logisch und manchmal auch mathelastig ist. Und eben anstrengender als Sozialpädagogik, Genderforschung, Kunstgeschichte oder Germanistik. 

 

Nun, sämtliche Restaurants haben sich hier auf Lieferdienste beschränkt oder Abholung. Meist über Lieferando. Oder Lieferheld, was am Ende dasselbe ist. Im Gegensatz zu Berlin haben wir nur wenige Restaurants, die könnte ich in einem einzelnen Blogpost abhandeln. Wenn sie denn irgendwann mal wieder aufmachen. Ich sagte bereits, die Bergheimer Innenstadt stirbt derzeit den Lockdown-Tod und der faulige Kadaver fängt schon an zu stinken. 

 

Was war sonst noch? Ach ja, ich lerne jetzt Business One von SAP und noch einige andere Dinge. 

 

Das war der Januar. Mehr war nicht. Gruß an den Pestarzt