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Hirnsudelei vom Orgelmann, Mai 2021

Ich muss ja mal zugeben. Ich bin jetzt auch rechts, nach der Zuschreibung der woken Presse, Twitterschaft und sonstigen Influencern. 


Warum? Weil ich inzwischen auch beim Reitschuster und beim Danisch lese. Gut, beide muss man lesen, wie als Atheist die Bibel oder den Koran. Nicht wie ein Gläubiger, sondern skeptisch bleiben. Oder halt, wie der Maschinist, auf Drogen. 

 

Das gilt übrigens auch für linke Medien und auch (und gerade) für die so genannten Qualitätsmedien. Immer deutlicher wird, das die Medienmacher in ihre Filterbubble festhängen. Genau so wie unsere Politiker. Vor allem das immer ausufernde Gendern lassen die Texte immer unlesbarer werden. Vor allem, da sie immer neue Methoden „gendergerechter Sprache“ erfinden. Doppelpunkt, Unterstrich, Binnen-I, Genderstern, jetzt noch y*. Oder Aktivisti. Grauslich. Noch hält das Plugin „Binnen-I-Begone“ dagegen. 

 

Übrigens, wer Tipps für die Maske sucht, findet sie beim Maschinisten. Müssen Sie halt den ganzen Text lesen für. Lohnt sich aber, wie immer.

 

Leider ist mein treuer iMac nach 8 Jahren im Einsatz diesen Monat den Festplattentod gestorben, daher kam nicht so viel neues. Mein neuer Begleiter ist ein Mac Mini M1, über den ich hier blogge. Mit neuer Hardware (und einem neuen Betriebssystem) gehts weiter. Auf die nächsten acht Jahre. 

 

Wobei: Apple hat sich noch Anfang des Jahrtausends für Querdenker eingesetzt. „Think different!“ war lange Zeit die Parole. Damals war Apple auch noch der Underdog, nicht das milliardenschwere Unternehmen von heute. Damals ging es gegen Schwergewichte wie IBM, Microsoft und Intel im Alleingang. Und all diese Unternehmen standen für eines: Konservativ, ja reaktionär. Leider ist von der Besonderheit Apples nicht mehr viel übrig geblieben. Heute ist man divers, woke und grün. Inzwischen sogar erzkonservative Unternehmen. Was heißt, das man keine andere Meinung mehr toleriert. Heute sagt Ihnen die Karten App die Ladestationen für ihr E-Auto (noch neben Tankstellen Sie fossiles Ferkel!), morgen dann auch nur noch vegane Restaurants und zeigt ihnen im Music Store, in der Bücherapp oder bei den Podcasts nur noch politisch korrekte Künstler an. Das könnte schnell sehr langweilig werden.

 

Gut, die meisten stellen sich halt unter Querdenkern adipöse, mit Deutschland-Hut, Socken in Sandaletten von Adidas oder Springerstiefel bekleidete Mitt-Fünfziger vor, die Parolen wie „Ausländer Raus!“ genau so grölen wie „Grundrechte her!“. Am besten gleich mit ostdeutschem Dialekt. Sie tragen Fahnen von AfD und NPD durch die Gegend, alternativ Reichskriegsflaggen.  

 

Wer rechts ist, kritisiert die GEZ, wählt keine Grünen, ißt Fleisch, fährt SUV, gendert nicht und fliegt einmal im Jahr entweder nach Mallorca oder Thailand. So einfach. Wenn man seine Gegner kennt, hat der Tag Struktur, wie Volker Pispers raunte. Der größte Witz ist ja, das der geneigte Grünen-Wähler am liebsten große, schwere Autos (auch bekannt als SUV) fährt, und auch um die Welt fliegt. 

Querdenker will ja keiner mehr sein. War schon früher so, als Querdenker nur Querulanten waren. So Typen wie Martin Luther King, Nelson Mandela, Mahatma Ghandi. 

 

Ist Ihnen übrigens die massive Zunahme an Maklern im Fernsehen aufgefallen? Kaum ein Werbeblock vergeht ohne McMakler.de oder Homeday. Und hier im Supermarkt ein lokaler Makler. Alle fragen: „Wollen Sie Ihre Immobilie verkaufen?“

 

Was geht da vor? Das geht schon seit 2019 so, aber ist extrem geworden während der „Pandemie“. Klar, jetzt geht es darum, den abgestürzten Mittelstand auszunehmen. Und da sind die Geier nicht weit. Aber Halt! Wäre das nicht schon wieder eine der infernalen Verschwörungslügen von rechts?

 

Wobei, Verschwörungstheorien sind immer rechts. Das ist Gesetz. Genau wie die Querdenker alle rechts sind. Die können nur zur Tarnung linke Protestlieder singen. 

 

Manche Verschwörungstheorien haben allerdings die dumme Angewohnheit, der Wahrheit zu entsprechen. Beispielsweise die Ansicht, das Vitamin D in hohen Dosen gegen schwere Erkrankungen hilft. Das war so Wodarg. Oder Bhakdi. Jedenfalls gibt es jetzt offizielle Aussagen des Bundesamts für Risikoforschung dazu und die sagen: Ja, Vitamin D hilft. Kam dann ganz verschämt in den Online-Medien, ganz hinten. Oder wird gecancelt. Weil wahrscheinlich rechts. Nazi. 

 

Nun, man merkt, die Angst geht langsam weg. Ich merke es im Dorf, in unserem Haus. Gut, es gab keine Maskennazis wie in Berlin, im Treppenhaus trug nur der Paketbote Maske, aber der inzwischen auch nicht mehr. 

 

Es interessiert nicht. Nachts, nach 22 Uhr sind zahlreiche Jugendliche unterwegs, das war schon immer so. Interessiert auch nur die Maskennazis, die in meinem Dorf erfreulicherweise aussterben. 

 

Gut, vielleicht ist es im Neubaugebiet drüben anders. Auch beim allwöchentlichen Einkauf. Klar im Supermarkt tragen die meisten (noch) Masken, aber die meisten reißen sie sich sofort von Gesicht. „Oben ohne“ auf dem Parkplatz ist üblich. 

 

Übrigens: Als kleine Wasserstandsmeldung: Der Test kostet beim Hit jetzt 1,99 EUR. Das Teil geht so gut weg wie das vegane Hack von Rügenwalder. 

 

Das wars mal wieder. Heute ein wenig spät, ich weiß. Und leider nicht viel neues im Genussblog. Kommt aber sicher wieder mehr.