2008

Angela Zhang und Enya

Passend zum neuen Album "And Winter Came" von Enya, hier mal eine kleine Betrachtung zweier sehr unterschiedlichen Sängerinnen, die aber beide ein sehr breites Spektrum an Musik zu Gehör bringen.


Enya, die Stimme Irlands, wie sie genannt wird, hat ein sehr breites Spektrum an Musik, aber doch eine eingängige Art zu singen. Von ihrem Debüt mit Orinoco Flow bis hin zum aktuellen Album "And Winter Came" hat sie ein großes Repertoire aufgebaut. Sie sang nicht nur in Englisch, sondern Gälisch, Latein, Elbisch und entwickelte sogar eine eigene Sprache auf ihrem Album "Amarantine". Neben Chinesisch hat sie nur noch nicht in Klingonisch gesungen -- was aber auch nicht zu ihrer sanften Stimme passt.


Angela Zhang, eine chinesische Sängerin und Schauspielerin, ist da wieder ein ganz anderes Kaliber. Ihr Repertoire reicht von chinesischer Volksmusik über R'nB und Rap bis hin zu modernen Popsongs. Von zarten Weisen, wie dem englischen Stück Journey, über Balladen und fröhlichen Songs, bis hin zu Rap mit Aurora hat sie ein beachtliches Repertoire. Dazu spielt sie in zahlreichen Fernsehserien mit.


Etwas, was Enya sicherlich kaum einfallen würde, denn sie gilt als sehr publikumsscheu. Doch liefert sie immer wieder wunderschöne sphärische Melodien, die aber doch ins Ohr gehen.


And Winter Came bietet dem Enya-Fan wieder einen Hörgenuss. Sicherlich, ganz falsch liegt man nicht, das viele Lieder sich ähnlich zu früheren Werken anhören und auch hier bietet Enya wieder einen Mix aus eingängigen Melodien (White is the Winter Night), romantischen Balladen wie Dreams Are More Precious und The Spirit of Christmas Past. Als neues Element kommt diesmal mit My My! Time Flies! ein waschechter Blues. Das Album wird durch die gälische Version von "Stille Nacht" abgerundet (Oíche Chiúin).


Es ist ein Album für Fans, wer nicht von Enya genug bekommen kann, der kann es bedenkenlos kaufen, wer sowieso meint, das Enya immer das gleiche macht, der möge es doch bitte lassen.

Time Machine

Das Thema Datensicherheit berührt eigentlich fast jeden Computerbesitzer. In den letzten Jahren sind die Datenbestände gerade privater Anwender auf mehr als das zehnfache angewachsen, die Musiksammlung, Videos, Photos, und Texte nehmen immer mehr Platz auf immer größeren Festplatten weg.

Wer aber fast sein gesamtes Leben in digitaler Form auf Festplatten bannt, ist immer häufiger auch von Plattencrashs, versehentlichem Löschen und Datenverlusten durch eigene und fremde Einwirkung bedroht.

Das Festplatten in jedem Fall kaputt gehen, man nur nicht weiss, wann, ist hinlänglich bekannt. Regelmäßige Backups sind also nicht nur Sache größerer Rechenzentren. Der zunehmende Preisverfall bei großen externen Platten nimmt da auch die letzten Argumente. 1 TB (Terabyte = 1024 GB) kann unter Umständen schon ab 99 EUR erworben werden. Geld das sicherlich gut angelegt ist.

Mac OS X Leopard bringt darüber hinaus noch das letzte Argument für ein regelmäßiges Backup. Mit Time Machine hat Apple dem Backup nicht nur eine einfache Bedienung sondern gezeigt, das ein Backup-Programm auch cool sein kann.

Eine Datensicherung kann sowohl auf externe Festplatten, Netzwerklaufwerke und sogar im Internet erfolgen (wobei letzteres natürlich auch datenschutzrechtliche Problematiken aufwirft).

In jedem Fall sollte der Plattenplatz mindestens dreimal so groß sein, wie der Gesamtspeicherplatz Ihrer eingebauten Festplatte. Je größer der Speicherplatz ist, desto länger zurück finden Sie ihre Daten. Die Platte wird beschrieben, bis sie voll ist, und danach wird das älteste Backup gelöscht. Selbstverständlich können Sie auch mehrere verschiedene Festplatten benutzen, die sie an unterschiedlichen Tagen anschließen.

Backups benötigen ein wenig Disziplin, bei Time Machine beschränkt sie die in der Regel darauf, jeden Tag mindestens einmal ihre externe Platte anzuschließen und das Backup abzuwarten.

Sobald Sie eine neue externe Festplatte angeschlossen haben, öffnet sich ein Dialog, der Sie fragt, ob die externe Festplatte als Speicher für Time Machine nutzen wollen. Sagen Sie hier ja, wird die Platte formatiert und ein so genanntes "sparsebundle" angelegt, ein mitwachsendes Festplattenimage. Time Machine öffnet sich und ein erstes Backup wird angelegt, ein komplettes Backup Ihrer Festplatte. Dies kann mehrere Stunden dauern. Danach wird nur noch ein so genanntes Delta-Backup geschrieben, also, der Unterschied zwischen dem vorigen und dem jetzigen Stand. Dabei hilft übrigens auch Spotlight.

Einmal in der Stunde wird -- sofern die Platte angeschlossen ist -- ein Backup der letzten 24 Stunden angelegt, ein tägliches Backup des letzten Monats und einmal wöchentlich ein Backup des Systems.

Time Machine bietet gewollt nur wenig Optionen. So können Sie Laufwerke und Verzeichnisse vom Backup ausschließen. Dieses sollten sie vorwiegend bei anderen Externen Laufwerken oder USB-Sticks machen.

Nun können Sie, wenn Sie eine Datei vermissen oder auf einen älteren Stand einer bestimmten Datei oder eines Ordners zurückwollen, eine Zeitreise machen.

Klicken Sie nun auf das Time-Machine-Symbol im Dock. Das gerade geöffnete Finder-Fenster oder ein neues Fenster von Ihrem Schreibtisch wird geöffnet und Sie erhalten einen grandiosen Ausblick in die Vergangenheit. Aus einer Art "Schwarzem Loch" kommen nun auf einem Zeitstrahl alle Sicherungen. Den Zeitstrahl können sie rechts noch genauer eingrenzen. Jede Sicherung entspricht einem Strich. Ähnlich wie mit dem Dock vergrößert sich der Zeitstrahl, wenn Sie mit der Maus darüberstreichen. Ein Klick auf ein Element befördert das entsprechende Finder-Fenster nach oben, in der Version, die dem Stand zur Sicherung entspricht.

Wenn der Ernstfall geschieht, d. h. die gesamte Festplatte hinüber ist, starten Sie einfach -- nachdem die Platte getauscht wurde -- neu von der mitgelieferten DVD und wählen "Aus Datensicherung neu installieren". Das installiert das gesamte System, so wie sie es verlassen haben.

Es gibt also keinen vernünftigen Grund, warum Sie nicht jetzt sofort mit dem Backup anfangen sollten.

Über Benutzeroberflächen

Seit GEOS auf dem guten alten 64'er gilt mein Hauptaugenmerk und Interesse dem Gestalten von Benutzeroberflächen. 

 

Natürlich gab es zu dieser Zeit schon den Apple Macintosh, jenen kleinen Computer der 1984 eben nicht zu "1984" werden ließ. Dafür arbeiten die selbsternannten Herren der Welt, u. a. Herr Schäuble, und viele andere Konzerne, u. a. leider auch Apple selbst, heute mit um so mehr Nachdruck daran.

 

Mit GEOS 64 erschien in diesem Jahr eine grafische Benutzeroberfläche, die viele Dinge bot und umsetzte, die der Apple Macintosh für über 10.000 USD bot. Das ganze brachte neben einer Art "Finder" auch eine grafische Textverarbeitung, die mit Bitmap-Schriftarten, grafischem Text, und vielem mehr, umfassende Dokumente erzeugen konnte.

Neben dem reinen Nutzen wollte ich dieses System, das ab Version 1.3 auch in deutsch erhältlich war (was ja keine Selbstverständlichkeit in dieser Zeit war), auch programmieren können. Zuerst mussten dazu eine hohe Hürde überwunden werden, es musste Assembler gelernt werden und dazu kam eine Investition von über 100 DM, viel Geld für 64'er Fans, für den Assembler, der allerdings komfortabel mit Quelltexten aus GeoWrite gefüttert werden musste. Erst kurz vor dem Ende der 64'er-Ära erschien mit GeoBasic auch ein Basic, das fast alle Aspekte dieses genialen Systems berücksichtigte.

 

Mein nächstes System war der Sprung zum PC und damit kam dann auch PC-GEOS, das mit dem 64'er-Pendant nur den Namen und die Herstellerfirma gemein hatte. Hier gab es, weit vor Windows, eine Oberfläche, die neben Multitasking (selbst auf dem damaligen XT, dem Urahn aller PCs), skalierbarer Vektorschriften, verschiedener kleiner Anwendungen auch Textverarbeitung und Vektorgrafik-Programm mitbrachte.

 

Danach programmierte ich eine Weile an OS/2 herum, einem System, das vielgeschmäht, vieles vorwegnahm, was wir heute als Windows XP kennen. Daneben hatte ich auch Bekanntschaft mit den ersten Versionen von Linux gemacht.

 

Mit Visual-Age C++ gab es zur damaligen Zeit (1993-1995) kaum ein Software-Entwicklungspaket, das mehr Innovation bot. Allein der Visual-Composer, der es ermöglichte, neben der Benutzeroberfläche auch die dazugehörige Logik zusammenzustöpseln, war schon eine gute Idee. Allerdings war das ganze sehr absturzgefährdet und brachte mich oft zur Verzweiflung. Aber es hat mich einiges gelehrt, und das Hochgefühl, nach gut 40 Programmzeilen endlich ein Fenster auf dem Schirm erscheinen zu lassen, das war es dann auch wert.

 

Schließlich kam - nach Linux und KDE mit Qt - die Erlösung in Form des Macs. Ich bin mit dem ersten iMac, dem kleinen Bondi-blauen, in die Mac-Welt hereingekommen und habe zuerst mit Realbasic gearbeitet. Andere Programmierumgebungen waren entweder total veraltet oder zu teuer. Mit Mac OS X änderte sich da auch die Politik von Apple und das Flair des NextStep-Betriebssystems kam auch auf den Mac.

 

Viele Elemente von GEOS sind auch noch heute - in moderner Form - aktuell. Apple hat inzwischen mit Leopard viele Elemente überarbeitet, und mit Cocoa ist das Programmieren von Benutzeroberflächen viel nebensächlicher (aber nicht unwichtiger) geworden.

Immer noch ist es die Mensch-Maschine-Schnittstelle, die mich fasziniert und das gerade die Benutzer eines Apple-Systems, egal ob Macintosh oder iPhone, sehr auf eine einfache und eingängige Bedienung achten, spornt doch immer wieder aufs neue an.

Anwendungen, die sich stärker an iTunes, den iWork-Programmen, oder auch den Apple-Pro Anwendungen orientieren, zeigen, das Apple schon etwas voraus hat. Moderne Anwendungen öffnen nicht mehr zehn Fenster gleichzeitig, oder kommen mit einer Anmutung eines Telefonbuches daher, sondern bieten neben dem berühmten "Eye-Candy" auch viel Funktionalität. Dabei ist dann auch der Spagat, komplexe Funktionalität in eine einfach zu bedienende Oberfläche zu verpacken, die auch ohne Hilfe oder ein dickes Benutzerhandbuch auskommt, zu meistern.

 

Auch das will ich bei meinen Anwendungen immer wieder zeigen, das dies geht.

Cocoa im Finder Teil 2

Nochmal zum Cocoa-Finder.

 

Immer wieder liest man in den Foren, das der Finder ja so schlecht sei und selbst verglichen mit dem Explorer aus Windows nicht mitkommt. 

 

Der Finder ist wohl die älteste Software zur grafischen Verwaltung von Dateien, Ordnern und Laufwerken. Wer jetzt mit Xerox kommt, den bitte ich zu Bedenken, das der Dateiverwalter dort weder einen grafischen Ansatz, noch mit Icons, Drag und Drop und einfachen Mausklicks arbeitete, sondern – ähnlich wie der ehemalige Norton Commander – mit zwei Bereichen. Aktionen wurden über Knöpfe ausgelöst. 

 

Der erste Finder öffnete für jedes Laufwerk, für jeden offenen Ordner ein Fenster. 

 

Nun mit OSX wurde der Finder zwar konzeptmässig nicht renoviert, was den Umsteigern von OS 9 auch sehr entgegenkam. 

 

Hauptproblem war, das der neue Finder einige Fehler hatte, die er bis zum Leoparden besaß. Dazu gehörte vor allem die Nutzung von Netzwerklaufwerken, die durch Fehler oder ganz einfach durch Stromausfall abgetrennt wurden. 

 

Vieles war sicherlich auch auf den Problemen durch Carbon gewachsen, denn Carbon ist nunmal ein API, das zwar sehr bereinigt wurde, aber im Kern immer noch das alte Mac OS von 1999 darstellt. 

 

Cocoa fordert ein großes Umdenken, seitens der Entwickler. Aber dieses Umdenken wird belohnt. Belohnt mit vielen Features, die bereits kostenlos mit jeder Software mitgeliefert wird. Rechtschreibprüfung, Grammatikprüfung (auch wenn die in Deutschland bzw. anderen Sprachen noch nicht unterstützt wird), umfangreiche Text- und Grafik-Bearbeitungsmöglichkeiten, und vieles mehr. Statt also mit mehreren hundert Programmzeilen all dies nach zu programmieren, um auf dem Mac ein einheitliches Look- and feel zu schaffen, kommt Cocoa mit wenigen, manchmal so gar gar keinen Programmzeilen aus. 

 

Softwareentwicklung ist – vor allem im kommerziellen Bereich – immer auch eine Investition. Da möchte man sicherlich nicht mit allem alten brechen, was auch aus der Tatsache sich zeigt, das es immer noch Cobol-Programme aus den späten 70'ern gibt. 

 

Es ist erfreulich, das Apple nun versucht, den Finder auf das bevorzugte API, nämlich Cocoa, zu heben. Das wird sicherlich einige Veränderungen mit sich bringen, und sicherlich auch einige Problemquellen weniger bieten.

QQ auf dem Mac...

Wer schon einmal in China war, der kennt das allgegenwärtige Pinguinpärchen von QQ.

 

Wer als Lehrer in China ist, oder auch sonst mit jüngeren Chinesen zu tun hat, der hat schon oft die Frage bekommen: "Hast du eine QQ-Nummer?" Und fast alle PCs wurden sofort mit dem aktuellsten QQ, das neben der eigentlichen Chat-Funktionalität einen Haufen blinkender Werbung und Sicherheitslücken bietet. Gerüchte besagen, das die chinesische Regierung so auch Zugriff auf den PC haben könnte. Bundestrojaner in Zhong Guo? 

 

Wie dem auch sei, ich habe keine QQ-Nummer, denn ich habe einen Mac.

 

Mac-Nutzer waren bislang fein raus, denn von Tencent gab es die entsprechende Software nur für das System von Redmond. Nun gibt es kein Erbarmen mehr auch für Mac-Nutzer. 

 

Hier könnt ihr den neuen QQ Client für den Mac bekommen. Ich übernehme für Schäden an Hardware und Augen keine Haftung.

SAP auf Mac OS X

Oh Wunder, die SAP hat auch einen SAP-GUI (d. H. die Oberfläche, um das Paket bedienen zu können) auf dem Mac. 

 

Kein Wunder, es ist ein Java-Programm, und ich habe mich beruflicherweise nun damit auseinanderzusetzen. 

 

Nun, die Konfiguration ist nicht so schwer, wenn das System, an das man andocken möchte sich an den SAP-Standard hält. Dann benötigt man nur zwei Informationen vom Admin: Server-IP-Adresse (oder Namen) und die System-ID, eine zweistellige Nummer. Daraus bastelt man einen Connect-String wie folgt:

 

conn=/H/Server-IP.oder.Name/S/32<SystemID>&fast=true

 

Diesen fügt man in das Feld unter den "Experteneinstellungen" ein und gut ist. Danach verhält sich der Client so, wie man ihn auf dem Windows-PC kennt, mit nur wenig Unterschieden. So können die so genannten Smart-Forms nicht erstellt werden, das funktioniert nur unter Windows. Auch das Look And Feel ist nicht gerade Maclike. Eben SAP.

 

Dafür das früher immer von dem Java-Client abgeraten wurde, macht sich dieser auf meinem Intel-Mac recht brauchbar. Die Geschwindigkeit unterscheidet sich nicht von den PC-SAP-GUIs, und auch die Auslastung im Java ist nicht so hoch. 

 

Also ist es nicht nötig, ausser wenn man mit Smart-Forms arbeiten muss, seinen guten Mac mit Windows zu verseuchen. Es funktioniert auch ohne.

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Bin wieder da.

Nach dem ich nun einige Zeit Pause mit diesem Blog gemacht habe geht es hier mit einigen Dingen weiter.

Neue Entwicklung

So, ich bin jetzt SAP-Fit. Nachdem ich mich durch die umfangreiche Online-Dokumentation in den Modulen SD, MM und CRM gebaggert habe bin ich nun auf dem neuesten Stand der SAP-Technik. Jetzt muss ich mir nur noch in der Mayer'schen Buchhandlung in good old Kölle noch ein paar Referenzwerke zulegen (ich hatte da an "Vertrieb mit SD", "Einkauf mit MM" und an die dicke Schwarte "ABAP-Objects" aus dem SAP-Press Bereich des Galileo-Verlages gedacht). 

 

Daneben habe ich nun auch den neuesten Leoparden (10.5.4) und Xcode 3.1 auf dem Rechner. Apple hat da sehr viel getan, um das - meiner bescheidenen Meinung nach - beste Entwicklungssystem das ich je unter den Fingern hatte, noch besser zu machen. 

 

Es scheint ja auch - was die Python-Integration angeht - Apple sehr ernst zu sein. Zumindest können die Ruby und die Python-Bridge insgesamt mehr, als die Java-Bridge jemals konnte. Aber doch - ohne Objective-C geht es einfach nicht. 

 

Jetzt wo das neue iPhone raus ist, interessiert es mich noch viel mehr als vorher, allerdings stehen da noch die irrationalen Tarife der Telekom im Wege. Also, noch kein iPhone (aber, sobald das mit dem Job klappt, ein iPod touch...)