Archiv

30.09.07 - Ich bin dann mal weg.


So, ihr Lieben, morgen werde ich nach Shanghai fliegen. Da ich im Hotel Internet habe, werde ich wahrscheinlich das eine oder andere bloggen, aber ansonsten wird diese Woche hoffentlich ein bisschen erholsam und ruhig.


Jetzt ist nämlich Goldene Woche angesagt, denn morgen ist Nationalfeiertag, und eine komplette Woche Feierabend.


Also bis dann mal!


25.09.2007 - Happy Mid-Autumn-Day!

Heute ist es soweit, heute ist Mid-Autumn-Day. Dieser Tag markiert den 15. Tag des 8. Monats des Mondkalenders. Die Kaiser opferten der Sonne im Frühling und dem Mond im Herbst. Das Fest gehört zu den größten Festivitäten im chinesischen Kalender.

Die Menschen kommen zusammen und essen Mondkuchen, ein sehr süßes Gebäck, wie unten schon erwähnt.

Eine der Geschichten, die sich um diesen Tag ranken erzählt von einem Superhelden namens Hou Yi, zu einer Zeit als zehn Sonnen die Erde bestrahlten und so alle Pflanzen und Tiere verdursteten. Mit einem Super-Bogen schoß er 9 der Sonnen ab. Dafür wurde er von den Menschen geliebt. Und erhielt vom Himmelsfürsten ein Elixier, das ihn zu einem Gott machte. Hou Yi hatte eine geliebte Frau, Chang E, die er nicht verlassen wollte, so bat er sie, auf das Elixier aufzupassen. Peng Meng sah dies und wollte das Elixier für sich. Er drang, während Hou Yi auf Jagd war ein und forderte sie auf, ihm das Elixier zu geben. Da sie erkannte, dass Peng Meng ihr kräftemäßig überlegen war, trank sie das Elixier und flog in den Himmel, während Peng Meng entkam.

Als Hou Yi am Abend zurückkehrter erfuhr er all dieses und verzweifelte. Er sah den klaren Mond, voll und klar am Himmel, und sein Schatten erinnerte ihn an seine geliebte Frau. So betete er fort an an diesem Tage jedes Jahr und errichtete einen Altar für sie. Viele Menschen, die das sahen, taten es ihm gleich und baten Chang E für Glück und Wohlstand. Deshalb ist Chang E die Mondgöttin, und die erste Mondsonde der Chinesen wurde ebenfalls nach ihr benannt.



23.09.07 - Wasser!


Irgendwie ist der Wurm drin. Da regnet es und schon ist die Bude unter Wasser. Der Wasserabfluss ist hier einfach gemacht. Hinter der Küchenzeile ist eine Rinne, in der das Wasser vom Badezimmer (mit Ausnahme der Toilette) und der Küche nach draussen fliesst und von dort in den Abfluss.

Sobald dieser Abfluss allerdings verstopft ist, fliesst alles zurück und wird gestaut. So auch gestern Abend. Spätestens, wenn dann über mir auch noch der Abfluss benutzt wird, bekommt man dann eine Haßkappe. Schnell schwappt alles von der Küche ins Wohnzimmer und zum Glück steht der Schrank und die Kommode auf Beinen. Die Kommode zieht allerdings das Wasser gerne ins Holz. Gut, es ist nicht meine, allerdings meine Sachen sollten trocken bleiben.

Ich habe natürlich versucht, den Vermieter anzusprechen, aber ab 20 Uhr ist niemand mehr zu sprechen. Dabei habe ich mir den Kopf auch noch angehauen, da die Decke oben noch niedriger ist als ich, während ich meinen Sprachführer rausholte.

Später hab ich mir auch mal wieder die Zehen angedetscht, da der Metallrahmen an meinem Bett wirklich nicht gerade weich ist.

Wäre ich paranoid, würde ich sagen, das das sicherlich islamistische Raub-Kinderschänder-Terroristen sind. Aber Erich Kästner sagt dazu:

"Wird's besser? Wird's schlimmer? fragt man alljährlich.
Seien wir ehrlich: Leben ist immer lebensgefährlich!"

Update: Jetzt regnets wieder und ich vermute, heute kann die Küche kaum betreten werden, da unter Wasser...

20.09.07 - Windows Vista, ich mags nicht!


Gut, das alleine ist ja nicht ausschlaggebend. Vista ist ein langsames so genanntes Betriebssystem, und leider leider verkauft Lenovo seine Rechner nur noch mit Vista. Selbst der freundliche Fachhändler weigerte sich, mir XP zu geben. Gut, nach dem Vista einmal nach der "Produktaktivierung" komplett abstürzte und seitdem nicht mehr bootete, wurde mir von jenem freundlichen Fachhändler ein neues Vista aufgespielt. Doch statt der Vista Home Standard-Edition (die automatisch vorinstalliert wurde) bekam ich nun - da ansonsten keine englische Version da war, selbst auf den CDs war nur eine chinesische - Vista Business Standard.


Bis heute konnte ich arbeiten, nun weigert sich Vista, weil es nicht aktiviert werden kann. Gut, als Admin bin ich flexibel und starte einfach neu, denn schon vor einiger Zeit habe ich mir Ubuntu nebenher installiert.


Das einzige Programm für Windows, das ich rein theoretisch bräuchte ist Kingdee. Aber das läuft auf dem Server und zum Schnell mal nachkucken reichts.


18.09.07 - Demnächst: Tutorials für die wichtigsten Open Source Tools


Das Hauptproblem bei Open Source ist immer die Bedienung. Und einige Programme, als Beispiele Blender und GIMP, haben eine vollständig eigenständige Bedienung, die von dem Standard der meisten Programme abweicht.


Dabei sind die meisten Programme wirklich mächtige Werkzeuge, die richtig eingesetzt für fast alle semiprofessionellen Bereiche ausreichend sind und auch noch genügend Luft lassen für zukünftige Entwicklungen.


Daher möchte ich in Kürze Tutorien und Zertifizierungen anbieten, die es Ihnen ermöglichen die volle Leistung aus den besprochenen Programme herauszuholen. 


Warten Sie es ab, hier kommt noch einiges mehr...


13.09.07 - Vorbereitung auf den Mid-Autumn-Day


Hier ist derzeit fast schon Weihnachtsstimmung. Einer der wichtigsten Feiertage im chinesischen Kalender kommt bald, der Mid-Autumn-Day.


Standardmäßig verteilt man ein Gebäck, namens Mondkuchen. Da der Mid-Autumn-Day natürlich auch auf dem Mondkalender beruht, ist das auch nur logisch.


Mondkuchen gibt es schon einige Wochen in den Läden, fast wie unser "Herbstgebäck", Weihnachtsplätzchen, Lebkuchen usw., die schon seit Ende August in Deutschen Läden liegen.


Herrlich sind vor allem die Verpackungen. Darin sind die Chinesen ja Meister. Hier bekommt man Geschenkverpackungen ab 20 RMB bis über 300. Alles edel in Schachteln, rot und rotbraun verpackt, mit chinesischen Schriftzügen und Ornamenten. Hier ist eine Auspackzeremonie, wie bei Apple-Fans üblich...


In diesem Sinne "Happy Mid-Autumn-Day", der am 25. September gefeiert wird.


13.09.07 - Ein bisschen Update


Endlich kann ich wieder kochen. Restaurants gut und schön, aber hin und wieder möchte ich doch mal wieder ein wenig echte, westliche Küche, und das bekomme ich halt eher mit meinen eigenen Kochkünsten hin.


Nun, ich denke der Starkoch Jamie Oliver wäre stolz auf mich, hehe. Der heult in England, nun, wo er doch die Schulkantinen aufgeräumt hat, darüber, das die Mütter die Kinder durch den Zaun mit Fastfood ernähren. Das seine Hau-drauf-Taktik nicht funktioniert, kann man verstehen, wenn man nachvollzieht, das der gute Mann nur das Essen in der Schulkantine geändert hat, aber nicht versucht, die Kinder mit einzubeziehen. Auch kostet das Essen jetzt wesentlich mehr, als zuvor, und vor allem mehr als Fastfood von Mc Donalds und Fish und Chips.


Ich habe gestern nach langer Zeit mal wieder ein Curry gekocht, echt indisch. Dazu Reis aus dem Reiskocher. Hier in China ist der Reiskocher sehr wichtig, da es nur wenige Küchen mit mehr als einer Kochplatte gibt. Dazu wird der Reiskocher (ich habe nur ein recht kleines, billiges Modell) auch oft für andere Zwecke benutzt, zum Wasserkochen und Dämpfen. Auch Suppen lassen sich einfach damit bereiten.


Neue Seiten


Zum Thema Open Source findet Ihr jetzt im Programmierblog einen eigenen Bereich. Viel Spaß!

 


05.09.07 - Mal nicht China


Also, bei so manchen Nachrichten schüttelts mich ja. Da wird in einem 900-Seelen-Dorf, in dem sich vermutlich Fuchs und Hase Gute Nacht sagen, in dem Big Brother nichts gegen das Getuschel, Geratsche und Getratsche der älteren Damen (Der Dreibeinblogger berichtet darüber ja oft ausgiebig) ist, eine "Islamistische Terrorzelle" entdeckt, die "kurz davor war, Bomben herzustellen" und natürlich schon Ziele ausgekundschaftet hat, wie der Flughafen Ramstein.


Boah, denkt der Leser des deutschen Boulevards, das war ja gefährlich, da muss man ja was tun. Und sofort treten die einhellig bekannten Scharfmacher wieder auf, und fordern, weils so schön ist, die Online-Durchsuchung, die Überwachung von zum Islam konvertierten. Nun ist es mal nicht der Ali, der Mehmet, oder der Mohammed, sondern der Fritz, der Daniel.


Um es mal zusammenzufassen. Da bauen drei Leute aus einem obskuren islamistischen Zirkel, den es laut dem vom Spiegelfechter zitierten ehemalischen britischen Botschafter gar nicht gibt, über mehrere Monate Bomben bzw. bereiten Attentate vor. Die Polizei ist schon voll informiert, tapsen schon seit Mai (hier wurde bereits vom Focus berichtet) mit 300 Mann (wir erinnern uns an das 900-Seelen-Dorf?) herum. Natürlich wird das bemerkt, doch was tun Fritz, Daniel und Adem? Sie fahren einfach fort, ohne davon Notiz zu nehmen. Dreist so was? Sie bemerken es noch nicht einmal, das ihre Grundsubstanz, 35%iger Wasserstoff-Peroxid durch eine 3%ige Lösung ersetzt wird. Ja, so gefährliche Leut sind das!


Ich finde es eher dreist, das jetzt wieder so getan wird, als würde nur die Online-Durchsuchung, die Abgabe von Grundrechten etwas helfen.


Nein. So funktioniert das nicht, Herr Schäuble. Das hört sich für mich eher nach einer verkappten Neuauflage des Celler Lochs an.


Es müsste dem Dümmsten aller Menschen doch auffallen, das nach dem 11.09.2001 - nach der offiziellen Erklärung - nur noch terroristische Nieten da sind? Nicht das ich einen Anschlag will, weder in Deutschland noch in China (wobei mal wieder interessanter Weise China eher selten Probleme mit Muslimen hat).


(Update) Wie verrückt. "Der schiitische Iran soll hinter einer radikal-sunnitischen Organisation stehen, die sich die wahabitische Islamisierung Zentralasiens zum Ziel gesetzt hat? Liebe “Ermittler”, geht es auch noch dümmer?" (Originalzitat Spiegelfechter) Naja, das zeigt, wieder einmal, wie man den "Terror" selbst macht. Naja, der Leser der Springerpresse (irgendwie nähert sich das alles auf dem niedrigsten Niveau inzwischen an) mag das noch glauben. Ich nicht.


03.09.2007 - Männerläden


Der Dreibeinblog klassifiziert den typischen Männerladen als Elektronik-Grossmarkt oder Baumarkt. Hier in Dongguan gibt es viele Männerläden und einige Ingenieure waren mit mir am Montag unterwegs um einige Dinge zu besorgen für eine neue Entwicklung.


Erster Stop Shi Long. Der Elektronikgrossmarkt in Shi Long das sind vier Etagen. Die erste (in China ist das die Paterre) bietet fast alles alltägliche an. Alltäglich heißt: Fernseher (meist Breitbild für das Apartment), Waschmaschinen, halb- und vollautomatisch, Heizung- und Klimaanlagen, Digitalfotografie, und natürlich - unvermeidbar - Handys.


Auf der zweiten gibts dann richtige Hardware. Bauteile, aktiv und passiv, Schalter, Lüfter, Kabel, also alles was des Elektronikers Herz begehrt. Darüber kommt dann die Computer-Welt. Von Mainboards und Prozessoren, Gehäusen in allen Farben und Formen, MP3-Spielern, die irgendwie fast alle denen aus dem Hause Apple gleichen und vieles mehr.


Auf der letzten Etage befindet sich dann schließlich die Gebraucht-Computer-Abteilung und die Abteilung für die Profis, sprich Kassensysteme, Bargeldzähler und die unvermeidlichen Video-Überwachungsanlagen.


Da wir nichts finden konnten, was den Ingenieuren behagt, sind wir schließlich noch nach Dongguan City gefahren und in den dortigen Männerläden herumgestromert.


Ich habe das passende Werkzeug zur "Festplattenreparatur" gesehen, einen Gummihammer. Genau, den Hammer, der keinerlei Spuren hinterlässt, wenn man eine Festplatte, kurz vor dem Ablauf der Garantie "repariert".


Also auf gut Deutsch, Männerläden.


31.08.07 - Keine Mopped-Taxis mehr


Nach Guangzhou (Kanton) ist jetzt auch Dongguan dabei und verbietet Motorräder. Das ist natürlich hier in den Aussenbezirken nicht so toll, denn hierhin verirrt sich nur selten ein "Richtiges" Taxi. Dafür gibt es dann die Motorrad-Taxis, von meinem Kollegen auch Mopped-Taxi genannt.


Wer ein wenig suizid veranlagt ist bekommt sogar Spaß, denn die Fahrer umgehen meist sehr elegant die chinesische StVo., Rote Ampel, macht nix, wird halt ein Schlenker rechts durch die Fußgängerzone gemacht und so weiter. Mittlerweile schulen die meisten auf Bus um, habe ich das Gefühl.


Angeblich sollen ja ab dann einfach mehr Busse fahren. Aber nicht ab 21 Uhr, dann wird in jedem Fall alles dicht gemacht.


Richtige Taxen in China sind meistens grün, weinrot oder braun und haben auf dem Dach das Taxischild. Das dies allerdings nicht davor schützt bestohlen oder betrogen zu werden, zeigt mein Boss.


Ab Morgen gibt es, wegen der Unfallgefahr, eben keine Motorräder mehr in Dongguan, von 12 bis 4 Uhr nachts dürfen aber fahrende Händler ihre Ware zum Stand bringen. 


Naja, zum KFC fahr ich meistens sowieso mit dem Bus (4 RMB für Hin- und Rückfahrt) und in die Stadt kommt man sowieso nur mit Bus oder richtigem Taxi.


Update 01.09.07: Ist natürlich klar das sich niemand daran hält. Anstelle der gelben Westen sind sie nun alle als "Private Motorradfahrer" getarnt, nur erkennbar an der Geldbox am Lenker.

Update 08.09.07: Und nun sind sie noch viel unverschämter, vor allem die Preise. Kein Kleingeld? Pech gehabt.


30.08.07 - "Take care of environment"

Ist mir so im Bus aufgefallen. Statt der üblichen Warnung vor Taschendieben und den Ermahnungen, schwangeren Frauen bitte einen Sitzplatz anzubieten (was in den üblichen überfüllten Bussen sowieso kaum geht), gibts seit gestern auch Ermahnungen, die Umwelt sauber zu halten. Unfreiwillig komisch ist natürlich die englische Übersetzung, die im chinesischen sicherlich mehr Sinn gibt. Da steht dann: "Take care of environment - pure new atmosphere companion every way good mood". Good mood, das ist in China äußerst wichtig. Happy everyday, Tian tian kai qin, ist das wichtigste Motto.

Nur das man sicherlich nicht immer happy sein kann, wie mein Boss, dem ein offizieller Taxi-Fahrer mit seinem Koffer, Notebook, Reisepaß und Kreditkarten, einfach vor der Nase wegfuhr. Da hilft dann auch die "pure neue Atmosphäre" nicht wirklich.

Offizielle Ermahnungen gibt es fast an jeder Ecke hier und meist in chinesisch und englisch, und klingen besonders niedlich, in der Übersetzung. Die Preise für die Übertretung einer solchen Ermahnung sind allerdings nicht so niedlich. Von 200 RMB (20 EUR) werden schnell 2000 RMB und mehr, und ein durchschnittlicher Arbeiter verdient halt nicht so viel, dass er sich eine Übertretung leisten kann.

29.08.07 - FISCH


Haben sie mir doch heute wieder gebratenen Reis mit Fisch und Krabben bestellt. Dabei mag ich das gar nicht. Heute Abend gibts dann wieder Nudeln, scharf vom Nudelrestaurant. So.


28.08.07 - Weltuntergang?


Als ich von der Arbeit nach Hause wanderte, fing es gerade an. Wetterleuchten, wie fast jeden Abend. Ich habe gerade den Markt erreicht, als das Unwetter hereinbrach, Blitz, Donner und heftigste Regengüsse.


Untergestellt habe ich mich bei einem kleinen Garagenladen, zusammen mit ein paar Chinesen, die das Unwetter auch erst einmal abwarten wollten. Mindestens eine Viertelstunde war an Weitergehen nicht zu denken, die Straßen waren überflutet, Blitze schlugen im Sekundentakt hier ein und der Strom fiel mal wieder aus. Zumindest konnte ich das im großen Supermarkt gegenüber sehen, als der Eingang und der Markt auf einmal komplett dunkel war.


Dafür roch es heute morgen mal ausnahmsweise nach frischer Landluft. Und die Temperaturen sind noch angenehm.


27.08.07 - Freude schöner Götterfunken


Hier im lokalen Supermarkt wird gerne Klassik aus Europa gespielt. Da in Deutschland und gerade Second Life auch chinesische Pianisten auftreten und bejubelt werden, ist es umgekehrt genau so. Besagtes Lied wird hier häufig gespielt und mir fällt dazu meist die Version von J.B.O. ein, die das ganze auf die Schippe nehmen.


Mac OS X 10.5 (Codename Leopard) macht gewaltige Fortschritte und setzt zum Sprung an, endlich!


Die gerade grassierenden "Horror-Meldungen" aus China veranlassen mich ein wenig darauf einzugehen und meine private und persönliche Meinung zu äußern. Das ein großer Spielzeugkonzern nicht merkt, das die Produkte die er verkauft nicht der Gesundheit zuträglich sind, das mag sein. Es mag auch sein, das der chinesische Hersteller keine westlichen Qualitätsmaßstäbe an seine Produkte anlegt. Aaaaaaber: Angesichts der Menge der Rückholaktion muss das schon längere Zeit gehen. Vielleicht sollte man daher dem amerikanischen Konzern mal die ISO 9001 Zertifizierung, die ausdrücklich Qualitätsmanagement und Prüfung verlangt auch wieder entziehen. China hat übrigens eine ROHS. Diese verlangt eine umfassende Dokumentierung aller verwendeten Stoffe inklusive Verpackung. Das Problem ist hier sicherlich die Umsetzung der Gesetze. Peking ist da wie immer weit weg.


Auch das Thema "Hacker bei der Bundesregierung" lässt mich schmunzeln. Da versucht unsere Regierung die Bürger mit verfassungsrechtlich illegalen Methoden auszuhorchen, und beschwert sich dann, das die Chinesen die offenen Scheunentore, die die benutzten Computer innerhalb der Regierung ausnutzen.


Kafka lässt grüssen. Benutzt wird das Thema anscheinend um nach der Terror-Angst jetzt die Angst vor der "Gelben Gefahr" zu schüren. Anscheinend möchte man den Flaschengeist, den man entließ wieder zurück in die Flasche bekommen. Gelingen wird das wohl nicht, zu abhängig ist man im Westen von dem mehr oder weniger billigen Nippes. Ob nun Kleidung, Elektronik, der größte Teil unserer Güter kommen nun mal aus China. Eben weil produzieren hier billig ist. Doch sicher kann aus China gute Qualität kommen. Wenn man prüft und kontrolliert. Dann kostet das Lätzchen für das Baby nicht mehr ,05 Cent im Einkauf sondern ,20 Cent. Aber das ist den Managern ja schon zuviel.


24.08.07 - Viecher


Es gibt so Dinge, die hasse ich einfach. Ich mag zum Beispiel keine Küchenschaben. In meinem Raum hier vermehren sie sich ziemlich doll. Auch wenn ich keine Lebensmittel aufbewahre (kann seit gut zwei Monaten nicht kochen, wg. fehlender Induktionskochplatte, die es jetzt auch in Deutschland gibt).


Nachdem ich heute einen neuen Rechner installiert habe (für eine neue Maschine) wollte ich den wieder in den Karton verpacken. Da hatte sich in der kurzen Zeit (der Karton war rundum geschlossen vorher) eine ziemlich große Schabe eingenistet. Die Viecher sind ja nur so gross wie deutsche Hirschkäfer, allerdings noch ohne Tätowierung. Das Viech musste dran glauben, wenn ich debugge, dann richtig. In meinem Raum wartet mein Sideboard auf mich und darauf ausgeräumt und entkäfert zu werden. Werde ich dann mal heute Abend machen.


23.08.07 - Neuinstallation mal wieder


Jeden Monat das gleiche. Irgendwie muss ich jeden Monat eine Neuinstallation vornehmen. Das letzte mal wars, weil mein Notebook geklaut wurde, dieses Mal weil Vista nach dem Update nicht mehr neu starten wollte. 


Gut, dieses Mal habe ich zum Glück ein Backup auf dem Server, was beim letzten Mal noch nicht so wollte.


Seit gestern ist auch surfen in meinem Raum unmöglich geworden, da ein Blitz wie Umspannungsanlage in unserem Haus getroffen hat. Dabei ist wohl der Switch oder das DSL-Modem über den Jordan gegangen. Immerhin die Server der Firma funktionieren.


20.08.2007 - Nächtliche Taifune

Samstag war hier sprichwörtlich die Hölle los. Als ich meine wöchentliche Ration KFC in Chashan Town hatte, sah ich schon von weitem, wie der Himmel zuzog. Kurze Zeit später wurde es dann dunkel, und der Wind nahm extrem zu. Die Werbeaufsteller aus massivem Metall hat es schon erwischt, und die Aufhänger vor den Geschäften rissen auch schon los. Zum Glück kam der Bus schnell und so kam ich – ganz kurz bevor es losging – doch noch heil an. Danach brach die Hölle los. Platzregen, Sturm, die Palmen meiner Wohnung gegenüber standen waagerecht. Binnen weniger Minuten war allerdings alles vorbei und so schnell wie es gekommen, ging es wieder. Es grummelte und blitzte zwar noch die ganze Nacht, aber nicht wirklich schlimm. Mich wundert nur, das wir keinen Stromausfall hatten, wie sonst auch.

17.08.07 - Ein Jahr China
Kinners, wie die Zeit vergeht. Vor einem Jahr sass ich am Flughafen Frankfurt fest, und wartete auf den Flieger, der mich nach Beijing transportieren sollte. Sollte man doch mal feiern und vielleicht werde ich das mal tun. Auf nach Dongguan City zum McDonalds. Hamburger Royal mit dick Käse... Abwechslung vom KFC...