Archiv 1.1. - 31.05.2008

04.06.2008 - Wieder in Deutschland

 

So, ich bin wieder in Deutschland. Irgendwie ist es so, als würde man aus einem Traum aufwachen, so, wenige Tage zuvor noch in China, heute schon in Deutschland, und fast schon in einer anderen Welt.

 

Das ist sicherlich nicht mein letzter Aufenthalt in China gewesen, ich habe mich dort, dank der Offenheit und der Herzlichkeit der Chinesen sehr wohl gefühlt.

 

Danke an alle, die mir geholfen haben, die Crew von LM-Dongguan, die Leute vom "One For The Road", und die vielen Freunde und Verwandten in China.

 

Ich komme auf jeden Fall wieder! Versprochen!

 

Hier in diesem Blog gehts auch weiter, sowohl mein Lieblingsthema Mac und Cocoa, als auch meine täglichen Erlebnisse. Ich hoffe, das ich bald auch das Blog-Modul offen haben kann. 


19.05.2008 - Das Erdbeben

 

Hier in China ist das Erdbeben derzeit ein wichtiges Thema, ähnlich wie die Kältewelle Anfang diesen Jahres. Wo auch immer man derzeit hinsieht, finden sich Bilder aus dem Erdbebengebiet, und es wird um Spenden gebeten. 

 

Wie die Chinesen mit dem Beben umgehen, zeigt die unglaubliche Geschlossenheit eines Landes, das aus vielen Ethnien, Religionen besteht. Im Gegensatz zu früher scheint die Führung Chinas nun wesentlich offener damit umzugehen, das es auch Probleme im Reich der Mitte gibt.

 

Hilfe aus dem Ausland - auch aus Japan, dem geschichtlichen Erzfeind - wird angenommen und auch wenn Bergung und das Vorankommen schwierig und durch immer weitere Beben erschwert wird, so kommt die Hilfe bei den Menschen an. 

 

Heute ist Staatstrauer angesagt, und viele prominente chinesische Webseiten schliessen sich dem an, manche sogar über drei Tage hinweg.

 

Immer noch werden Überlebende gefunden - das ist der positive Teil - aber doch werden viele Menschen, Mütter, Kinder, Ehemänner, Söhne, für immer vermisst werden. 

 

Hier in Dongguan sind auch viele Menschen aus der betroffenen Provinz Szechuan, viele von ihnen haben ihre Verwandten verloren. Doch auch viele, die glücklich sind, das ihren Eltern, Kindern, Angehörigen und Freunden nichts geschehen ist. Und ich freue mich mit ihnen darüber.


16.05.2008 - Bahnfahren in China

 

Gestern war ich Bahnfahren nach Shenzhen. Es gibt eine ständige Bahnverbindung zwischen Kanton (Guangzhou) und Shenzhen, und in der Mitte ist Dongguan. 

 

Da es auch nahe Chashan, im benachbarten Shilong, einen Bahnhof gibt, ist das ein wenig bequemer und nur unwesentlich teurer als der Bus, der immerhin eine bis zwei Stunden benötigt. 

 

Im Gegensatz zu dem Regionalexpress und dem Intercity in Deutschland verkehrt zwischen Guangzhou und Shenzhen ein moderner Schnellzug, der über 200 km/h erreicht. 

 

Bahnfahren in China ist nichts für Klaustrophobiker, zuerst schiebt man sich mit gefühlten 1,4 Milliarden Chinesen aufs Gleis, sucht seinen Platz und dann hat man aber in den geräumigen Zügen ziemlich gut Platz. Wer in Deutschland bereits Probleme mit handyfonierenden Leuten hat, sollte besser nicht nach China kommen. Hier ist es gang und gäbe, dass sich die Leute lautstark über Mobiltelefon unterhalten. 

 

Nach dem Ausstieg wieder gefühlte 1,4 Milliarden Chinesen um einen.

 

Aber der Zug ist sehr bequem und sehr sauber. 


30.04.2008 - Arbeit in China 

 

Ich arbeite derzeit an einigen neuen Artikeln, auch über die Arbeit in China, Xcode 3. 

 

Da sehe ich, das Jimdo seit gestern ein neues Blog-Feature ankündigt. Mal sehen, ob ich bei der Beta mitmachen kann. 


08.04.2007 - Neue Kamera

 

Im Allgemeinen sind Chinesen auf Japaner und japanische Produkte nicht sehr gut zu sprechen. Auch wenn Manga und japanische Autos längst zum Alltag gehören. So wurde mir aber doch, als ich den Wunsch äußerte, eine neue Digitalkamera zu erwerben, eine japanische Kamera empfohlen, eine Sony Cybershot T300, die ich seit dem Wochenende mein Eigen nenne.

 

Keine schlechte Empfehlung, finde ich. Ich werde einen ausführlichen Testbericht hier hin stellen, sobald ich herausgefunden habe, wie man den Blitz reaktiviert...

 

Update: Wenn man die Kamera auf Serienbild stellt, wird der Blitz gesperrt. Zum Test geht es hier.


04.04.2007 - Qing Ming oder "Auf zum Gräberputzen"

 

Statt der üblichen drei Mai-Feiertage gibt es in China jetzt verstärkte nationale Feiertage, die vor der Kulturrevolution gefeiert wurde. Dazu gehört auch der am vergangenen Freitag gefeierte Qing Ming Feiertag. 

 

Achtung Bestatter, hier kommt ein kleiner Einblick in die chinesischen Bräuche:

 

Ähnlich wie unser "Totensonntag" gedenkt man den Ahnen und trifft sich zum gemeinsamen Gräberputzen. In China ist ein Grab das, was in Deutschland als Gruft bezeichnet wird, also ein komplett in Stein eingefasstes Grab mit Steinfundament. 

 

Das hat natürlich Vorteile, die Chinesen denken ja praktisch, so muss das Grab nicht groß gepflegt und bepflanzt werden. 

 

Meist ist im Grabstein auch ein Foto des/der Verstorbenen. Gerade Männer bekommen ein aufwändiges Grab mit aufwändigen Steinmetzarbeiten. Wer es sich leisten kann...

 

Zu Qing Ming bringen die Angehörigen Blumen mit, die auf das Grab platziert werden und vorher wird das Grab gesäubert. 

 

Man verneigt sich vor den Ahnen, da man glaubt, das diese immer in ihren Gräbern verbleiben, bzw. dorthin zurückkehren, und genau so als Familienmitglieder verbleiben. Natürlich gibt es in China inzwischen auch christliche und muslimische Gräber, aber der größte Teil der Bevölkerung hält sich immer noch an die überlieferten Regeln.

 

Wer die Chinesen kennt, weiss, das dies nicht in stiller Trauer abgeht, sondern meist sich laut unterhalten wird, und der Verstorbene in das Gespräch einbezogen wird. Meist trifft man an diesem Tag auch viele andere Familienmitglieder, und selbst wenn man sich nicht leiden kann, an diesem Tag herrscht Einigkeit, die Ahnen wollen es so. Oft fragt man die Ahnen um Rat, wenn man nicht mehr weiter weiss. 


03.04.2008 - China / Tibet

 

Eigentlich möchte ich das Thema nicht anschneiden, nicht wegen Problemen, die ich befürchte, sondern weil in diversen Blogs, bei der Readers-Edition der Netzeitung bereits alles gesagt wurde, und es deckt sich im wesentlichen nicht mit der Medien-Darstellung in Deutschland.

 

Während 'rauf und 'runter von den Tibetern als armen Opfern gesprochen wird, vor allem die diversen tibetischen Exil-Verbände werden ja nicht müde, ergibt sich ein anders Bild.

 

So berichten verschiedene deutsche und britische Journalisten, die als letzte Lhasa verliessen, als auch der britische Journalist James Miles von "The Economist", der von den Chinesen eingeladen wurde, das die Tibeter gezielt nicht-tibetische Häuser anzünden (egal ob sich noch jemand im Hause befindet). Und das Vorgehen der Sicherheitsbehörden in erster Linie war der Schutz der Rettungskräfte und Feuerwehr. Wenn in Deutschland eine Demo mit Wasserwerfer und teilweise brutaler Gewalt aufgelöst wird, Heiligendamm anyone (?), dann ist das ja genau das, was wir den Chinesen jetzt wieder vorwerfen.

 

Um den Konflikt wirklich zu verstehen, muss man beide Seiten kennen. Und weit in die Geschichte zurückgehen. Denn der eigentliche Konflikt dabei schwelt seit 800 Jahren vor sich hin, und die Chinesen sind geschichtsbewusst und sehr nachtragend. 

 

So waren es die Tibeter, die zur Zeit der Tang-Dynastie die Chinesen überfielen und seit dieser Zeit zahlte China einen jährlichen Tribut von einer nicht gerade kleinen Menge Seide (50.000 Ballen/Jahr), was dem Reich oftmals Schwierigkeiten bereitete (und wir Deutschen regen uns nach gerade mal 20 Jahren Soli auf...). Vor fünfzig Jahren, als China dann Tibet gewaltsam vereinnahmte, war natürlich auch Schluss mit dem Tribut (nach 750 Jahren...).

 

Chinas Politik den ethnischen Minderheiten gegenüber setzte vor allem auf Vermischung. So wurden Chinesen in Lhasa angesiedelt. Man muss den Chinesen allerdings auch zu Gute halten, das das, wogegen sich die tibetischen Jugendlichen wehren, der von der Regierung und den Chinesen mitgebrachte Fortschritt und damit auch der wachsende Wohlstand ist.

 

Zumal die Tibeter viele Erleichterungen haben. Tibetische Jugendliche können vereinfacht an chinesischen Unis studieren, die Bahnanbindung macht es auch leichter, sowohl für Touristen (man muss ja heute nicht mehr wie weiland H. Harrer alias Brad Pitt den Berg heraufkraxeln, sondern kann sich gemütlich in den Zug setzen), als auch für Tibeter, die in anderen Provinzen arbeiten wollen. Auch die Einkind-Politik Chinas ist für Tibeter nicht gültig. Erst vor kurzem beschloss die Regierung ein Investitionsvolumen von 10 Mrd. USD.

 

Warum wehren sich dann die Jugendlichen? Vorweg, vieles was wir so in den Medien zu sehen bekommen, geschieht nicht in China, sondern in Nepal und Indien, wie unlängst RTL zugeben musste. Ob es nun der Dalai Lama oder wer auch immer war, die Jugendlichen wurden aufgehetzt. Und das funktioniert genau, wie in Hoyerswerda und aktuell in Thüringen, bei dem eine Familie wieder in den Westen zurückkehrte, weil die Großmutter der Frau Inderin war, und man ihr nachstellte mit Sprüchen wie "Dich hätte man früher sterilisiert". 

 

Wenn China sich in diesem Fall wirklich so schlimm verhalten würde, wie so gerne von westlichen Medien in die Wohnzimmer des Otto-Normalbürgers transportiert wird, dann sicherlich ist es richtig, die Olympischen Spiele in Frage zu stellen. Aber es nutzt ja nichts. Statt Frau Merkel wird den Platz eine hübsche Chinesin einnehmen, und gut ist. 

 

Jetzt - nach der langen Zeit, in der der Westen von der "Werkbank China" profitiert hat - von Boykott zu reden ist Heuchelei hoch drei. Vor allem, wenn es unter falschen Vorraussetzungen geschieht. China hat - im Gegensatz zu dem, was behauptet wird - einen für das große Land gewaltigen Schritt gemacht. Aber China hat ein Problem. Es wächst zu schnell, es ist für den (im Sinken begriffenen) Westen ein Dorn im Auge. "Die gelbe Gefahr", zusammen mit den Russen und natürlich dem Moslem, ist den Ewiggestrigen im Westen und den Warnern in eigener Sache (dem Spiegel und der Springerpresse) ein Problem. Weil man den Drachen, den man aufgeweckt hat, nicht mehr schlafen legen kann. 

 

Also werden auch weiterhin Bilder aus Nepal belegen, wie grausam doch das Vorgehen der chinesischen Sicherheitsbehörden gegenüber den Tibetern sei.


31.03.2008 - Chinas öffentlicher Nahverkehr

 

Ja, ihr Lieben, ihr seht, ich lebe noch, diese Webpräsenz auch und ohne hin. Hier in China geht ja kaum etwas ohne Busse im ÖPNV. Dem normalen Touristen ist es aber ohne grundlegende Chinesischkenntnisse kaum zu empfehlen. In Shanghai und Beijing sieht das anders aus. Dort sind die meisten Ziele auch mit einer englischen Bezeichnung angegeben. In Dongguan ist alles chinesisch, und wenn man von den Randgebieten (ja, auch Chashan gehört dazu) in die Innenstadt will, muss man schon wissen wo man raus will. Das ist kompliziert, weil man die Straßennamen nicht kennt oder auch den Namen des Parks wo man hin will nicht aussprechen kann.

 

Auch muss man oft umsteigen. Also als Tourist Taxi bevorzugen. Viele ausländische Unternehmen beschäftigen ja auch englischsprachige Fahrer. Taxis sind - im Vergleich zu Bussen - teuer, aber man kommt fast überall an eins. Allerdings ist es auch nicht immer sicher. Man nehme also immer nur leichtes Gepäck mit, denn es kann sein, das der Koffer im Kofferraum ist und man nach dem Aussteigen nur noch die Heckleuchten des Taxis sieht. Bezahlt werden sollte also immer erst nachdem der Fahrer den Koffer ausgeladen hat.

 

Zurück zu den Bussen. Ausserhalb der Innenstadt, wo es tatsächlich Haltestellen im westlichen Stil gibt, kann man überall den Bus heranwinken und einsteigen. Wenn man aussteigen will, sagt man "You shia", möglichst laut. Bezahlt wird im Bus selbst, und jede Fahrt kostet und wird einzeln abgerechnet. In der Innenstadt kostet es 2 RMB und die schmeisst man einfach in eine Sammelbüchse. Eine Fapiao (Quittung) kann man sich am Abreissblock beim Fahrer einfach nehmen.

 

Die großen Busbahnhöfe sind oft auch Ausgangspunkt für die Überlandbusse. Wer von Dongguan nach Shenzhen oder Guangzhou will, der muss einen Überlandbus nehmen.

 

Natürlich kann man auch die Bahn nehmen. Das ist aber ein eigenes Kapitel für sich.

 

Busse dienen den Chinesen nicht nur als Personentransporter sonder auch um ganze Umzüge zu organisieren. Viele haben ihr Hab und Gut dabei, in ehemaligen Reissäcken genauso wie in Koffern, Eimern und sonstigen Behältnissen. Wer mal nach Dongguan kommt, der kann mich ja treffen, ich kenne inzwischen die wichtigsten Stationen und Buslinien. 

 

Noch mal zu einem anderen Thema: Es gibt ein neues Feature von Jimdo. Nun bietet meine Seite sogar einen RSS-Feed. Und Social-Networking, für die die es brauchen. Ich benutze derzeit nur den RSS-Feed um aktuelle Änderungen anzuzeigen. 

 

Mit Safari lässt sich das ganze einfach abonnieren. Einfach auf das blaue RSS-Symbol klicken, und danach das ganze als Lesezeichen speichern. Schon werdet ihr über alle Änderungen informiert. Wenn ihr auch eine Seite haben wollt, holt sie euch. Einfach hier klicken und einen neuen Namen auswählen. Das ganze ist kostenlos und tut nicht weh und die Leute hier sind sehr nett, der Support schnell und die Layouts professionell. Also - was hindert euch? 


12.02.2008 - Xin nian kuai le! 

 

Happy new year! Nach vielen Feiern bin ich dann auch mal wieder da.

 

Das eigentliche Neujahr haben wir ein wenig beschaulich verbracht, mit meinem Kollegen und am Neujahrstag sind wir noch zu einem chinesischen Kollegen gefahren und haben dort dann mit Bier, Mah Jong, Kartenspielen, etc pp den Tag verbracht. Am Abend wurden wir dann noch mit echter Szechuan-Küche beköstigt. 

 

Am Freitag waren wir dann im Walmart und haben noch ein wenig eingekauft.

 

Das Wochenende haben wir dann ruhig und beschaulich verbracht, nur um am Montag dann weiterzufeiern. Nämlich meinen Geburtstag, der allerdings erst später kommt, aber da nicht alle Gäste und Freunde daran teilnehmen könnten, habe ich am Montag ins Latin eingeladen. Zu vorgerückter Stunde sind wir dann noch in die Beijing Bar gefahren und haben mit einer Geburtstagstorte und reichlich Pijiao (Bier) den Abend vollendet. 

 

Gestern durften wir dann auch umziehen, statt meines kleinen Raumes haben ich jetzt ein großes "richtiges" Apartment, wenn auch nur bis April, oder bis zu dem Zeitpunkt, an dem ich einen neuen Job gefunden habe. 

 

Dieses Apartment liegt in einer abgeschotteten Hochhaussiedlung. Die meisten dieser Wohnungen sind um die 100 qm, hier gibt es auch Häuser zu mieten oder zu kaufen. Wohnungen beginnen ab ca. 20.000 EUR umgerechnet, vor allem die neuen und neugebauten Hochhaussiedlungen fangen in dieser Preisklasse an. 

 

Häuser kosten - möbliert und ab 300 QM - ungefähr ab 100.000 EUR und gehen - je nach Siedlung - bis zu 300.000 EUR. 

 

Die meisten dieser Wohnungen sind bewohnt von kleinen Familien, die viel Geld verdienen. Die Größe lässt sich leicht erklären, wenn man die hiesigen Gegebenheiten kennt. Wer in den kleinen Zimmern, die oft von zwei bis drei Generationen bewohnt werden, gelebt hat, und in der Hierarchie hoch aufgestiegen ist, der will nicht mehr in so beengten Verhältnissen leben. 

 

Klar, dass ich mir dieses Angebot nicht entgehen lassen mochte. Und es ist ein ganz anderes Lebensgefühl, wenn man von einem kleinen, beengten Raum in ein solches Raumwunder einzieht. Einziger Nachteil bis jetzt: Die Wege vom Wohnzimmer zum Klo sind länger... ;-)


11.02.2008 - Bochum und kein Ende?

"Die Schließung des Standorts Bochum ist sachlich richtig", sage nicht ich sondern ein - anerkannter - Experte.

 

Handyproduktion mag zwar teuer sein, daher wird der größte Teil der in Deutschland verkauften Handys wo wohl - in China produziert. Oder eben in Rumänien, sprich überall wo Arbeit weniger als einen Euro pro Tag kostet und man mit Umwelt und Menschen umspringen darf wie es einem beliebt.  

 

Nun hat sich China angeschickt moderne Arbeitsbedingungen zu schaffen und hat auch die von der BLöd so verpönten Mindestlöhne schon länger. China erkennt, dass es nicht allzu klug sein kann, den größten Teil von 1,4 Milliarden Menschen auszuschließen. Natürlich führt das zu höheren Personalkosten. 

 

Das führt zwar auf der einen Seite dazu das Taiwanesische Unternehmen verstärkt in Vietnam siedeln, andererseits, ist das chinesische Festland groß und man möchte auch den chinesischen Binnenmarkt nicht zerstören. 

 

Und der wird, von mir beobachtet, immer wichtiger und größer. In Dongguans teuren Restaurants sind immer mehr Chinesen zu sehen, KFC und McDonalds, die - für chinesische Verhältnisse - teuer sind, sind immer voll und auch diverse Firmen, die ihr Geld mit Luxusgütern aller Art verdienen wachsen in Dongguan wie Pilze aus dem Boden.

 

Und auch in Deutschland. Wer immer noch die leidige Personalkostenfrage stellt, sollte sich um eins klar machen, erst wenn der Mittelstand am Boden ist und nicht mehr konsumiert, wird auch Nokia Probleme haben noch Handys zu verkaufen. Zumal in Deutschland immer stärker der "echte" Preis ohne Vertragsbindung / Subvention berücksichtigt wird. 

 

Die hohen Lohnkosten sind aber tatsächlich im europäischen Vergleich nicht so extrem, wie man es gerne darstellt. Vor einiger Zeit beklagte sich Dänemark, das die Deutschen als "Billiglöhner" die einheimischen Preise zerstört. Zwischen den Dänen und Rumänien ist nun mal ein Preisgefälle, und zusätzlich kommen noch eine ausgebaute Infrastruktur und Verkehrsanbindung dazu, die in Rumänien erst einmal aufgebaut werden muss. Mentalität der Rumänen dürfte auch eher "Kommst du heute nicht, kommst du halt morgen" sein, und Arbeitsmoral und Loyalität zum Arbeitgeber ist wahrscheinlich nicht vorhanden (Ist jetzt nicht gegen die Rumänen an sich gerichtet, denen gönne ich ja Arbeitsplätze. 

 

Nur die Frage, ob es sich nach ein oder zwei Jahren rechnet ist entscheidend, zumal Nokia sich mindestens 10 Jahre und länger an diesen Standort bindet. Wer da nur betriebswirtschaftlich (und das wird oft eben nicht betriebswirtschaftlich entschieden, sondern zwischen Tür und Angel) denkt, verkennt den Wert anderer Dinge, wie Ausbildung, die viel Geld kostet, allerdings auch viel bringen kann, Loyalität der Mitarbeiter, die man nicht mit kleinen Gadgets kaufen kann, das sind teilweise Werte, die betriebswirtschaftlich sich zwar rechnen, aber nicht in den Zahlen erscheinen. 

 

In China wären längst drei neue Werke entstanden, die alle ziemlich gute (brauchbare, i. S. v. "Man kann damit telefonieren und auch SMS versenden) Kopien von Nokias Handys herstellen würden. Die kennen hier nichts. Auch gehen Ingenieure selten ohne Kopien von Plänen, Software, etc., sprich alles was auf einen USB-Stick so passt. Ich will nicht sagen, das das korrekt ist, aber es wird einfach gemacht.


27.01.2008 - Kalt ist es

 

Hier in Dong Guan ist fast schon Winter eingekehrt. Mit Temperaturen um die 10° Celsius macht es kaum wirklich Spaß. Schlimmer geht es im Hunan und anderen innerchinesischen Provinzen zu. Schneefall, einstürzende Häuser und kaum noch Verkehr. 

 

Und das eine Woche vor dem chinesischen Neujahr, wo traditionell viele Chinesen zu ihren Heimatorten fahren, das ist hier wie Weihnachten, somit kann man erahnen, welche Reisewelle kurz vor den wichtigsten chinesischen Feiertagen hier lostritt.

 

Verspätungen von teilweise über 48 Stunden sind keine Seltenheit, und es ist noch kein Ende abzusehen. 

 

Nachtrag (22.00): ES IST NICHT witzig bei 7°C in der Bude zu hocken, ohne Heizung...

 

Nachtrag (28.01.2008): Strom wird jetzt auch rationiert, was ich schon die letzten Wochen zu spüren bekam, siehe bei der Netzeitung.


22.01.2008 - Kritisches über Apple und die Mac World 2008 San Francisco

 

Apple wurde schon immer gerne für tot erklärt. Das ist nichts neues. Nun, solange Steve Jobs sich in seinen schwarzen Pulli reinzwängt, und mit seinem Lausbubencharme die Fanherzen höher schlagen lässt, ist ja auch alles in Ordnung, oder nicht?

 

Was war das denn dieses Jahr für eine Macworld? Statt des furiosen Auftritts von "His Steveness" mit einem Feuerwerk von neuen Produkten kam ein laues Lüftchen. Nun gut, vieles war schon vorher abgebrannt, aber die Erwartungen der Apple-Fans, wie gewohnt sehr hoch gesteckt, wurde nicht einmal im Ansatz wirklich befriedigt. 

 

Gut, es gab ein neues MacBook, das MacBook Air. Ein ultradünnes Notebook, das - dem Hang zum Minimalismus folgend - keine wirklichen Schnittstellen bietet, sondern fast alles über Wireless LAN, in Apple-Deutsch auch Airport genannt, abwickelt. 

 

Mit der Zeitkapsel - pardon: Time Capsule - wurde das ideale Beiwerk zu der in Leopard verbauten Time Maschine vorgestellt. Eine Airport Basisstation mit eingebauter Festplatte. Interessant, aber nicht wirklich ein großes Ding, da solche Lösungen schon mit einer externen Platte und der alten Airport Basisstation gehen würden (würde Apple mit Leopard dies zulassen). 

 

Ein neues Apple TV mit neuer Software, die es möglich macht neben Musik auch ohne einen Mac oder PC anzuschmeißen zu kaufen oder - nur in den USA - Filme zu leihen. 

 

Eine neue Firmware Version für iPhone und iPod Touch (beim letzteren darf man - so man einen älteren hat auch noch 17 EUR ausgeben, um in den Genuss der neuen Funktionen zu kommen). 

 

Die neuen Produkte zeigen eigentlich einen Trend von Apple auf, der mich doch ein wenig nachdenklich stimmt. Sicher, ich liebe Apple, und den Mac. Ich mag es, mit Cocoa zu programmieren, und Apple tut sehr viel, das typische Apple-Feeling für alle zu erhalten. Doch der Trend heisst: Apple verdient mehr und mehr damit, den Leuten nebenbei Geld aus der Tasche zu ziehen und immer weniger damit, gute - damit meine ich qualitativ hervorragende - Produkte zu bauen. 

 

Wenn man einmal die vielen Probleme in der letzten Zeit ansieht, die Apple hatte, vom MacBook mit allen Anfangsproblemen über stinkende Mac Pros bis hin zu den Display-Problemen des iMacs, ganz zu schweigen von den Problemen mit dem iPhone, so kommt man schnell auf den Schluss, das Apple gewaltige Probleme hat. 

 

Sicher, man ist nicht auf den iTunes Music-Store angewiesen, auch Dot-Mac braucht keiner wirklich, aber eine Firmware für ein Gerät, das schon einmal über 200 EUR kostet, für noch einmal 17 EUR zu berechnen hat schon ein G'schmäckle. 

 

Gut. Sei es wie es sei. Auch ein laues Lüftchen muss mal sein, ich erinnere an die Durststrecke bis zum iMac G4, wo es über einige Jahre nur andere Farben oder Farbkombinationen (Blue Dalmation und Flower Power) gab. 


19.01.2008 - Energiekrise?

 

Wie sehr man von der Energie abhängig ist, merkt man gerade in China. Gut, Stromausfälle bin ich gewöhnt, und auch das es manchmal gut einen Tag dauern kann, bis es wieder weitergeht.

 

Nun, das alles wird es in Kürze - und da sehe ich nicht allzu pessimistisch oder allzu weit in die Zukunft - auch in Europa und damit auch in Deutschland geben. Ja, sicher, werdet ihr jetzt sagen, aber wir haben ja ein vernünftiges Stromnetz. 

 

Nun, das mag ja auch stimmen, allerdings ist es oft eben nicht mehr das Stromnetz, sondern vor allem die Art der Energieerzeugung. Aber dazu ein anderes Mal.

 

Was ich erzählen wollte: Bei meinen Busfahrten durch Dong Guan sehe ich auch Tankstellen. Die sehen so aus wie in Deutschland. Doch immer mehr Tankstellen sind zu. Geschlossen, sogar abgesperrt. Es scheint, als ob die Chinesen beim Öl und Benzin inzwischen auf dem Zahnfleisch gehen, und das jetzt auch hier, in der belebten Küstenregion, im Städtedreieck Shenzhen, Guangzhou (Kanton) und Dongguan, wo nicht wenig Industrie ist. 

 

Vor einiger Zeit habe ich schon gehört, das in den innerchinesischen Provinzen vor Tankstellen bereits Leute verprügelt wurden, Fernfahrer zwei bis drei Tage auf die Tankfüllung warten und in der Kälte ausharren mussten. Die Küsten- und Industrieregionen, speziell die Sonderwirtschaftszonen waren bislang ausgenommen, da 1. die Raffinierien ganz in der Gegend waren, 2. die Industrie bislang immer Vorrang genoss. Nun scheint sich das Blatt zu wenden, und der gigantische Hunger nach Benzin und Diesel oder auch Öl für Plastik erweist sich nun als problematisch. Gleichzeitig drängen immer mehr private Autos auf die Straße. Und auch hier gilt: Mehr und größer ist besser. Kleine Stadtflitzer, wie der deutsche Smart, oder sein chinesisches Pendant sieht man eher selten. Stattdessen: VW Passat, Santana (speziell für den chinesischen Markt), Allrad-Fahrzeuge, und auch - wer hat, der hat - BMW und Mercedes Benz. 

 

Auch verbauen die Chinesen immer mehr Plastik. Fast alle Röhren für Wasser werden aus Plastik gebaut und verlegt, in den Räumen kommt immer mehr Plastik zum Tragen. Ob Stuhl, Eimer, Besen und Essgeschirr, fast alles wird aus Plastik gemacht, genau wie die unvermeidlichen Plastiktüten im Kaufhaus. Oft bekommt man drei oder vier Tüten, und oft stolpert man hier über liegen gelassene Tüten. Das diese nicht gut für die Umwelt sind, hat inzwischen auch die Regierung erkannt und ab Juni 2008 sollen diese Tüten verschwinden. Bis das allerdings auch in Dongguan umgesetzt wird, ist mindestens 2010, wenn man sieht, das es immer noch eine Menge "Mopedtaxis" gibt. 

 

Die Situation wird ja auch dadurch noch verschärft, dass es immer längere und großflächigere Stromausfälle gibt. Es ist sehr witzig, aber auch irgendwie beängstigend, wenn man sieht, das vor jedem Laden hier ein kleiner Generator steht, der nur dazu dient, die Beleuchtung und die laute Musik zu speisen, die von den vielen dröhnenden Generatoren fast schon übertönt wird. Inzwischen gehören diese Generatoren fast schon zum Alltag, und selbst mein Raum ist gestern ganztägig ohne Strom geblieben (was natürlich auch das Internet abgeschaltet hat). 

 

Gut, Umweltschutz hat für die Chinesen eben - trotzdem, das sie extrem darunter leiden - so gut wie keine Priorität. Wichtiger ist es eben, Reichtum und Wohlstand, und Gesundheit zu haben. Wobei letzteres eben immer mehr auch eine Frage des Geldes ist. 

 

Darunter leiden natürlich vor allem die Kinder, die eben neben einer total vergifteten Luft auch vergiftetes Wasser trinken müssen. 


11.01.2008 - Philosophie über die "Wertkonservativen-Debatte"

 

In der Onlinezeitschrift "Telepolis" gab es vor kurzem einen Bericht über die "Propädeutik der Biedermänner". Es wurde darin über die Wiederkehr der Konservativen und deren Hass auf die so genannten 68'er geschrieben.

Konservativismus und Rückwärtsgewandheit hat in der deutschen Gesellschaft leider zu oft Tradition, und schon länger wird über den "Werteverfall" in Deutschland philosophiert. Dabei ist es ein Wertewandel, der zwar mit den 68'ern begonnen hat, allerdings seine Blütezeit in den 80'ern erreicht hat.

Fragen Sie aber einen dieser Neo-Konservativen, z. B. Herrn Söder welche Werte er denn so vermisst, dann kommt meist wie aus der Pistole geschossen (die Herren haben halt gut auswendig gelernt): Pünktlichkeit, Fleiß, Ehrlichkeit, Courage, Nationalstolz und natürlich Disziplin in Form von gutem Benehmen.

Das ist doch in Ordnung, oder? Nun, lassen Sie uns einfach einmal diese so genannten Werte, die natürlich christlich und damit abendländisch sind, einmal durchgehen:

 

  • Pünktlichkeit: Sicherlich, der Deutsche legt viel Wert darauf. Aber im christlichen Europa ist er eher alleine mit diesem Wert. Schon einige hundert Kilometer im Süden oder im Südwesten nimmt man es mit der Pünktlichkeit nicht wirklich ernst. "Kommst du heute nicht, kommst du morgen", ist gängige italienische Devise. Selbst im nicht ganz so christlichen Frankreich ist Pünktlichkeit nicht immer das wichtigste Credo. Laissez Faire gilt hier. Auch das katholisch christliche Spanien macht gerne mal Pause.
  • Fleiß: Auch hier ist Fleiß nicht wirklich ein christliches Thema, wenn man mal die Länder die ich oben bereits anführte, ansieht. Schon der Religionsgründer, Jesus Christus entsprach eher weniger dem Bild des fleißigen Arbeiters. Mal ehrlich, ein junger Mann, der den größten Teil seines Lebens umherzog, predigte, wo er gerade Lust hatte, und andere Männer von der Arbeit abhielt (seine Jünger, die alle erzkonservativen Berufen im Handwerk ausübten und redlich ihr Geld verdienten), zwischendurch auch mal mit fragwürdigen Methoden Leute heilte, das ist doch alles keine wirkliche Arbeit, im Sinne der Neu-Konservativen. Natürlich spricht die Bibel auch davon: "Wer nicht arbeitet soll auch nicht essen!", aber schon der Gründer, der Herr Jesus C., hielt sich perfiderweise nicht daran. Und das soll das Vorbild sein? Nun, anscheinend ist es wohl deshalb so, das die Christen im ehrwürdig christlichen Bayern Christus immer als leidenden Versager am Kreuz darstellen, so dass sie sagen können: "Wenn ihr so werdet wie der, endet ihr leidend! Daher geht fleißig zur Arbeit!"
  • Ehrlichkeit: "Du sollst nicht falsch Zeugnis reden", mahnt das Alte Testament. Seltsamerweise halten sich allerdings genau diejenigen nicht daran, die immer Ehrlichkeit von anderen fordern. Der ehrenwerte Herr Dr. Kohl mit seinem Bimbes, der Herr Dr. Schäuble mit seinen 100.000 DM, sie alle haben in ihren hohen Positionen gelogen und betrogen. Also, so sagt eben auch besagter Herr C.: Lebt es erst mal vor bevor ihr fordert!
  • Courage: Gerade die gegenwärtige vom "Wahlkampf" geprägten Äußerungen eines Herrn Koch sprechen von einem Menschen, der zwar gerne Courage fordert, aber selbst wohl weniger bereit ist, seinen Kopf hinzuhalten, wenn es wirklich darauf ankommt. Ich sage nur "Brutalstmögliche Aufklärung" und das Mißverhältnis vom Fordern "Harter Strafen" und dem Streichen von Geldern im Polizeiwesen, nicht wahr?
  • Nationalstolz: Was daran "christlich" sein soll, frage ich mich. Jesus Christus war alles nur nicht Stolz, schon gar nicht auf sein Land. Kein Wunder, denn es war eine römische Provinz. 
  • Disziplin: Wären diejenigen, die immer fordern, selbst diszipliniert genug, würden sie jederzeit dem Drängen der Lobbykräfte widerstehen können und würden auch widerstehen, den Staat immer mehr zu einem Popanz mit ausufernder Überwachung aufzublasen. Nun, Luftblasen haben die Eigenschaft, das sie, wenn die Luft nicht mehr ausreicht, in sich zusammenzufallen.

 

 

Wenn nicht sagte bereits Dieter Nuhr: Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Kauleiste geschlossen halten.

 


10.01.2008 - Chinesisch für Anfänger

 

Dieses Jahr ist ja DAS Olympia-Jahr in China und dazu hat der SWR einen Podcast ins Leben gerufen (die letzte Folge wurde am Freitag zum Herunterladen angeboten), mit dem man einfach chinesische Grundkenntnisse erlangen kann. 

 

Außerdem erfährt man eine Menge über das Leben in China, selbst ich habe noch etwas gelernt.

 

Hier ist der Link zum Podcast:

 

feed://www1.swr.de/podcast/xml/swr2/chinesischkurs.xml

 

Viel Spass beim Lernen und Hören!


04.01.2008 - Vorbereitung zum chinesischen Neujahr laufen auf Hochtouren

 

Das chinesische Neujahr - beginnend mit dem Frühlingsfest am 7. Februar - ist die Zeit, in der die Chinesen feiern, feiern und noch einmal feiern. Ostern und Weihnachten und Silvester zusammengenommen in drei Wochen. 

 

Natürlich wird auch gearbeitet, aber in den ersten zwei Wochen haben viele Chinesen frei und besuchen ihre Familien. 

 

Die Häuser werden geschmückt und die Türen bekommen Aufkleber, mit Mantras und Sprüchen, die die bösen Geister vertreiben sollen. Traditionell gibt es am Neujahrsabend Hotpot, man tafelt groß. 

 

Derzeit werden die Einkaufszentren umgebaut und große Geschenktische vorbereitet. An Geschenkideen gibt es diverse Geschenkpackungen mit Gesundheitsprodukten, wie zum Beispiel "Vogelnester mit Honig", Nektar, und andere Köstlichkeiten, daneben Süßwaren, Kuchen, Wein und härteren Alkohol, wie Maotai. 

 

Meist schenkt man sich aber Geld. Traditionell sind die "Roten Umschläge", die sowohl zu Hochzeiten, dem Neujahrsfest, aber auch zu eher westlichen Gegebenheiten wie Weihnachten gegeben werden. 


03.01.2008 - Projekte für das nächste halbe Jahr

 

So wie es aussieht, habe ich eine ganz gute Position in Aussicht. Ich werde mir morgen mal die 4,5 GB SAP Netweaver Trial herunterladen, um mal mit ABAP loszulegen. Einen Linux-Rechner habe ich, und werde das wohl auch gebacken bekommen, das Teil laufen zu lassen. 

 

Das heisst natürlich nicht, das ich hier keine neuen Projekte einstellen werde. Hier eine kleine Liste mit möglichen Programmideen:

 

 

  • Merdeka Worlds Kasse (eine Kassensoftware basierend auf Core Data).
  • Ein paar Gehversuche mit der 3D-Engine namens Dim3.
  • Einige Ideen für Adventures habe ich auch wieder.
  • Vokabeltrainer Version 2 ist auch schon auf der Liste. 
Lasst euch also überraschen. 

 


02.01.2008 - Neujahrserwachen

 

So, nun ist es da, 2008. In China ist dieses Jahr natürlich etwas besonderes, auch wenn die meisten Chinesen noch warten. Denn nach dem Mond-Kalender beginnt das Neue Jahr in China erst im Februar (genauer gesagt dieses Jahr am 7. Februar 2008).

 

Während in Deutschland zum Sturm (wieder einmal) gegen die Ausländer gerüstet wird, gilt hier in Chashan auch ein Zugereister aus einer anderen Provinz als "Ausländer". Und - auch wenn diese "Ausländer" eben dummerweise keine Muslimen sind, so ist die Kriminalität doch stärker.

 

Chashan ist eine Industriesiedlung, viele große und kleine Firmen haben sich hier angesiedelt, weil Shenzhen zu teuer, und Guangzhou bereits zu überlaufen ist. Solche Industrieansiedlungen ziehen natürlich viele "Glücksritter" aus den nachbarlichen Provinzen an, die oft nur noch mit dem bisschen Hab- und Gut hier ankommen. Finden sie hier einen Job, dann haben sie Glück, denn trotzdem, das die meisten gerade mal 100 EUR verdienen, ist das immer noch mehr, als sie in der Heimat verdienen können, zumal meist ein einfaches Mehrbettzimmer und Mahlzeiten durch die Firmen gestellt werden. 

 

Oft wird das kärgliche Gehalt dann gerne auch mal mit Straftaten aufgebessert, so gibt es hier Taschendiebstahl, Raub und Einbrüche. Die Firmen wissen das und sind abgesichert wie eine Festung. Dieses Jahr hat es im Sommer auch schon zwei Raubmorde gegeben, einer davon direkt auf der Straße vor der Firma.

 

Naturgemäß nimmt so etwas zu den offiziellen Feiertagen in China zu, nun ist viel unterwegs, und spätestens zum offiziellen Neujahrsfest wird viel eingebrochen und geklaut.